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Bezirksausschuss fordert Erhalt von Filiale

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Von: Roman Wintz

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Verschiedene Geldscheine kommen aus einem Geldautomaten
Auch die letzte verbliebene Sparkassen-Filiale in Waldperlach soll geschlossen werden. © dpa

Derzeit existieren noch vier Filialen der Sparkasse für den Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach. Das soll sich künftig ändern, der Bezirksausschuss (BA) hat allerdings was dagegen.

Wenn‘s um Geld geht – zur Sparkasse? Diese Frage stellt sich den Bürgern in Ramersdorf-Perlach immer öfter. Innerhalb der letzten sechs Jahre haben sechs Filialen im Stadtbezirk geschlossen, was gerade für die ältere Generation einen herben Verlust darstellt. So bleiben nun vier Filialen für 120.000 Einwohner, in Waldperlach gibt es keinen einzigen Geldautomaten mehr, falls die Filiale am Waldheimplatz schließt. Hiesige Bürger müssten dann einen zirka drei Kilometer langen Weg zur nächsten Filiale auf sich nehmen, außerdem entfallen Angebote wie Schließfächer oder persönliche Beratung. Auch die Sparkassen am Pfanzeltplatz und an der Balanstraße haben nur noch an zwei beziehungsweise drei Tagen geöffnet.

Aufgrund dieser Widrigkeiten hat die CSU in der jüngsten BA-Sitzung folgendes beantragt: „Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München wird in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtsparkasse München aufgefordert, sich für den Erhalt der Filiale der Stadtsparkasse München am Waldheimplatz einzusetzen und in den Verwaltungsrat eine entsprechende Vorlage einzubringen.“

Fraktionssprecher der Christsozialen, Simon Soukup, ließ es sich nicht nehmen, im Gremium konkreter auf das Thema einzugehen: „Bei jeder Streichrunde trifft es unseren Stadtbezirk, nun auch die Filiale am Waldheimplatz.“ Man habe dann wirklich einen Rückzug aus der Fläche und keinen Geldautomaten mehr in Waldperlach. Das wolle die Fraktion nicht mehr hinnehmen und ein Signal setzen. Ungewöhnlicher Beistand kam aus der Ecke der Grünen. Fraktionssprecherin Bärbel Girardin sagte: „Gerade die älteren Bürger sind darauf angewiesen. Wir würden die Stadtsparkasse gerne zu diesem Thema einladen, ihre Strategie vorzustellen, wie die Grundversorgung gewährleistet werden soll.“ Es müsse allen klar werden, welche Pläne die Bank konkret verfolge.

Auch hinsichtlich der Servicezeiten der derzeit besehenden vier Filialen sieht sich die CSU hintergangen. Sind es aktuell 66 Stunden pro Woche, sollen es künftig nur noch 64 Stunden sein.

Roman Wintz

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