Die Viertel wachsen kräftig

Bevölkerungsprognose 2015 bis 2035 für die Stadtbezirke

Wo früher die Kultfabrik die Feiernden beherbergte entsteht derzeit das Werksviertel mit über 1300 neuen Wohneinheiten.
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Wo früher die Kultfabrik die Feiernden beherbergte entsteht derzeit das Werksviertel mit über 1300 neuen Wohneinheiten.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat dem Stadtrat den neuen „Demografiebericht München – Teil 2: Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2015 bis 2035 für die Stadtbezirke“ bekanntgegeben. Demnach werden Ramersdorf-Perlach und Berg am Laim in diesem Zeitraum kräftig wachsen.

Nach der bereits im „Demografiebericht München – Teil 1“ veröffentlichten Planungsprognose wird die Bevölkerung der Landeshauptstadt München insgesamt bis 2035 voraussichtlich auf über 1,851 Millionen Wohnberechtigte anwachsen. In den verschiedenen Stadtbezirken stellt sich die demografische Entwicklung jedoch sehr unterschiedlich dar. Vor allem die Bezirke am Stadtrand und mit starker Neubautätigkeit werden hohe Zuwächse zu verzeichnen haben, während die Innenstadtbezirke eher unterdurchschnittlich wachsen werden.

Berg am Laim gehört laut dem Bericht zu jenen Stadtbezirken, die in Zukunft einen überdurchschnittlich starken Einwohnerzuwachs verzeichnen werden. Bis zum Jahr 2020 wird die Einwohnerzahl bereits um 15,4 Prozent ansteigen. Ganz München erreicht diesen prozentualen Zuwachs erst zehn Jahre später. Bis 2030 wird der 14. Stadtbezirk auf über 53.700 Einwohner ansteigen, was einer Zunahme um 23 Prozent gegenüber dem Jahr 2013 entspricht. Im Prognosezeitraum werden in Berg am Laim voraussichtlich rund 2900 neue Wohneinheiten entstehen. Zu den größeren Neubaumaßnahmen gehören die Baumkirchner Straße mit 560 Wohneinheiten sowie das Werksviertel am Ostbahnhof mit rund 1340 Wohneinheiten. 

Münchens einwohnerstärkster Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach wird nach der Prognose nicht zuletzt aufgrund größerer Wohnungsbauprojekte weiter kräftig wachsen. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Wohnberechtigten überdurchschnittlich stark um 18,6 Prozent von 109.456 auf dann fast 130.000 Einwohner erhöhen. Dies entspricht etwa der Bevölkerung der kreisfreien Großstadt Ingolstadt im Jahr 2013. Für den Prognosezeitraum wird von einer Neubautätigkeit in Höhe von 5650 Wohneinheiten ausgegangen. Zu den größeren Wohnungsneubauprojekten zählen die Gebiete Friedrich-Creuzer-Straße/Alexisweg, die Hochäckerstraße, der Bereich Ottobrunner Straße/Uppenborn-/Adam-Berg-Straße, die Haldensee-Siedlung und Neubaumaßnahmen im Bereich Ramersdorf-Mitte sowie am Hanns-Seidel-Platz. Insgesamt ist durch die geplante Wohnbautätigkeit von einem Einwohnerzuwachs um rund 12.700 Personen auszugehen. Der Bericht mit den Prognoseergebnissen ist im Internet abrufbar unter www.bit.ly/2tIoSjh.

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