Beschleunigung bei Buslinie 144 stößt beim BA auf Skepsis

Schneller aber abgehängt

Um die Fahrtzeiten der Buslinie 144 zu verkürzen, soll sie ab Dezember nächsten Jahres nicht mehr durch die Langbürgener-, Ständler- und Balanstraße fahren. Für den Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach eine erhebliche Verschlechterung der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Zum Dezember 2013 sollen in München weitere Buslinien beschleunigt werden. Darunter auch die Linie 144. Anstatt über die Langbürgener-, Ständler- und Balanstraße soll sie dann wie in der Gegenrichtung nur noch geradeaus entlang der Chiemgaustraße fahren. Die bisherige Linienführung stellt für die MVG einen Umweg dar, den man sich künftig sparen will, um die Fahrtzeiten Richtung Giesinger Bahnhof zu verkürzen. 

Vom Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach kommt Widerspruch. Schließlich hat man lange um diesen „Umweg“ zum Wohle der Anwohner rund um die Langbürgener Straße gekämpft. Würde die Linie 144 dort nun wegfallen, verschlechtere sich die Situation wieder. Ganz besonders in Hinsicht auf die Anbindung zum Umsteigepunkt Giesing. Diese Verbindung wäre dann nur noch durch die Linie 139 gegeben. „Nur noch im 20-Minuten-Takt und auch das nur bis circa 20.30 Uhr“, so BA-Verkehrssprecher Werner Ruf (CSU). 

Wenn der Weg des 144ers über die Ständlerstraße doch wegfällt, erhält die Linie an der Chiemgaustraße auf Höhe Langbürgener Straße in Richtung Giesing eine neue Haltestelle. Auch die Bushaltestelle auf der anderen Seite soll übrigens verlegt werden – direkt an die Einmündung Langbürgener Straße vor das Fast-Food-Restaurant. Beide Haltestellen sollen barrierefrei errichtet werden. Für eine sichere Querung der Chiemgaustraße soll dort zudem eine Fußgängerampel errichtet werden und zwar kurz nach der Abbiegespur in die Langbürgener Straße. 

Das ruft erneut Skepsis beim Bezirksausschuss hervor. Die Stadtteilpolitiker wollen wissen, wie sich die Schaltung dieser Fußgängerampel auf die Verkehrssituation sowie die Ampelanlage am Autobahnkopf Ramersdorf auswirken wird. Zudem hätten sie gerne erläutert, welchen Effekt sich die MVG von der Verlagerung der beiden Haltestellen an die Hauptfahrbahnen des Mittleren Rings verspricht. 

Carmen Ick-Dietl

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