3. Berg am Laimer Wirtshaussingen

Wenn einer die Frage singt „Ja, was gibt’s denn heit auf d’Nacht?“, kann er bei musikalischen Leuten sicher sein, die Antwort zu bekommen: „Heit gibt’s a Rehragout, a Rehragout, a Rehragout!“. Dieses wohl bekannteste Wirtshauslied wird sicher auch beim 3. Berg am Laimer Wirtshaussingen am 14. Januar in der Sportgaststätte an der Fehwiesenstraße 117 erklingen, wenn der Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern, Ernst Schusser, wieder in den Stadtteil kommt.

Zur Unterstützung bringt Ernst Schusser seine Ziach mit und Eva Bruckner als Gitarrenbegleiterin. Dazu stoßen noch einige seiner Freunde, die die Lieder gut beherrschen und Hefte mit den Noten und Texten austeilen. Dann braucht man nur noch den Mut, den Mund aufzumachen und nach Leibeskräften mitzusingen. Die Motivation hierzu liefert Schusser mit ein paar pädagogischen Tricks und mehreren Witzen innerhalb weniger Minuten. Der Berg am Laimer Uhrmachermeister Karl Müller mit seiner Drehleier hat ebenfalls wieder zugesagt. Er bringt einfühlsame, besinnliche und lustige Balladen zum Vortrag. Neue Lieder, alte Weisen Wer in den letzten beiden Jahren schon mitgemacht hat, wird sich wundern, wie viele neue Lieder er kennenlernen wird. Der Bezirk Oberbayern hat inzwischen eine neue CD heraus gegeben, die bei einem lustigen Abend im Museumsstüberl des Bauernhausmuseums in Amerang live mitgeschnitten wurde. 19 Lieder enthält sie von „Lustig, lustig, ihr lieben Brüder“ bis „Mein Vatern sei Häuserl is mit Habernstroh deckt“. Beschrieben wird auch eine fürchterliche Hochzeitsnacht, wo sich Stück für Stück herausstellt, dass nichts von dem, was an der Braut so prächtig war, wirklich echt ist. Das Hobellied „Da streiten sich die Leut herum“ fehlt ebenso wenig wie eine Neufassung des Jennerwein-Liedes „Es war ein Bär in seinen Jugendjahren“. Mit gefülltem Magen lässt sich besser singen Der veranstaltende Maibaumverein hat wieder dafür gesorgt, dass sowohl die Gastwirtschaft wie auch das direkt angrenzende Nebenzimmer für die zu erwartenden Besucherströme zur Verfügung stehen. Letztes Jahr sollen mehr als 140 Stühle besetzt gewesen sein. Während des Essens ab 18 Uhr wird eine örtliche Musikgruppe für Unterhaltung und Stimmung sorgen, ehe gegen 19.30 Uhr Bezirksrat Anton Spitlbauer als Organisator des Spektakels die Hauptakteure begrüßen wird. Das eingangs erwähnte Rehragout geht übrigens auf eine Speise zurück, die Marianne von Kaufmann bei den vielen Musikproben im Hause der Familie Georg von Kaufmann gelegentlich kredenzte. Jetzt sind natürlich alle gespannt, ob sich die Wirtin der Sportgaststätte von diesem Menü-Vorschlag inspirieren lassen

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