Eine Straße, einer Weltstadt würdig

Berg am Laimer Bezirksausschuss will Berg-am-Laim-Straße umgestalten lassen

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Eine Umverteilung des Platzes auf der Berg-am-Laim-Straße wünscht sich der Bezirksausschuss. Beispielsweise wie auf dieser Abbildung, die eine Straße in London zeigt.

Der tägliche Stau auf der Berg-am-Laim-Straße beeinflusst die Lebensqualität derer, die direkt an ihr wohnen. Um diese zu verbessern, fordert der Bezirksausschuss 14 die Straße umzugestalten.

Die Berg-am-Laim-Straße ist eine echte Problemroute im Stadtviertel Berg am Laim. Da sämtliche Pendler über sie in und aus der Stadt fahren, herrscht dort täglich Stau. Da die Straße zudem eine wichtige Achse für den Fahrradverkehr und den öffentliche Nahverkehr darstellt, ergibt sich teilweise ein chaotisches Bild. „Es kommt immer wieder zur Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern durch Pkw und Lkw aber aufgrund der zunehmenden Dichte auch dieser Verkehrsteilnehmer auch untereinander“, erklärt die SPD in ihrem Antrag.

Den Stau und das Verkehrschaos bekommen vor allem die Anwohner der Berg-am-Laim-Straße zu spüren. Die Balkone, die die Pendler vom Stau aus sehen können, sind so gut wie nie in aktiver Benutzung. Kein Wunder, denn wer will beim Entspannen schon auf die tagtäglich grüßende Autokolonne schauen. Von den Abgasen, die sich durch das lange Stehen mit laufenden Motor an der Straße kumulieren, ganz zu schweigen. Auch der eigentlich großzügig angelegte Fußgängerweg ist eher spärlich belebt. Und das trotz der zahlreichen Geschäfte und gastronomischen Betriebe entlang der Straße.

„Dem Bezirksausschuss ist es wichtig, dass alle Maßnahmen realisiert werden, die geeignet sind, Gesundheitsgefährdungen zu minimieren und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern“, heißt es in dem Antrag. In Anlehnung an die Nutzungsänderung der Maximilianstraße und der Prinzregentenstraße könne auch die Verkehrsführung außerhalb des mittleren Rings geändert werden. Konkret stellt sich der Bezirks- ausschuss eine andere Verteilung der Verkehrsflächen und damit einen Wechsel in der Verkehrsführung vor. So könnten Pkw-Fahrbahnen geschlossen und als Fahrradwege ausgebaut werden und dem öffentlichen Nahverkehr könnten eigene Fahrspuren zugewiesen werden, sodass sich die unterschiedliche Verkehrsteilnehmer weniger gegenseitig behindern. Damit würde Fahrradfahrern und Fußgängern mehr Raum gegeben (wie die als Beispiel vorgezeigte Abbildung zeigt) und die Stadt würde so ein Signal zur Förderung des CO2-neutralen Verkehrs aussenden. Die neue Verkehrsführung solle an der Kreuzung der Berg-am-Laim-Straße mit der Baumkirchner Straße beginnen und an der Orleansstraße enden, wenn es nach dem Bezirksausschuss geht. Um die Anwohner vom starken Verkehr zu entlasten und die Straße sowie die Wohnungen zu Räumen mit höherer Lebensqualität zu gestalten, sollen entstehende Freiräume bepflanzt werden. Auch weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität entlang der Berg-am-Laim-Straße wären zu überlegen.

Da die Planungen recht umfassend sind und wohl auch große Auswirkungen auf das gesamte Stadtviertel haben könnten, schlagen die Antragssteller aus der SPD vor, die Maßnahmen zunächst in einem einjährigen Pilotversuch zu testen. Dabei soll gleichzeitg untersucht werden, inwiefern sich der Verkehrsfluss, die Geräusch- und Schadstoff-Emissionen verändern sowie die Anwohner und Verkehrsteilnehmer zu ihrer Einschätzung der veränderten Verkehrsführung befragen.

Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse könnten dann auch für Maßnahmen weiterer Straßen, die mit dem Mittleren Ring verbunden sind, herangezogen werden.

pg

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