Wasser soll durchs Viertel sprudeln

Sachstand zur Freilegung des Hachinger Bachs in Berg am Laim

Im Landschaftspark Unterhaching fließt der Hachinger Bach schon ansehnlich durch die Gemeinde. Das wünscht sich auch Berg am Laim.
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Im Landschaftspark Unterhaching fließt der Hachinger Bach schon ansehnlich durch die Gemeinde. Das wünscht sich auch Berg am Laim.

Der Hachinger Bach ist neben Isar und Würm einer der bedeutendsten Bäche in München. Leider verläuft er auf dem Stadtgebiet zum Großteil verrohrt im Boden. Doch das soll sich ändern.

Berg am Laim – Plätschern und rauschen, das Surren von verschiedenen Insekten: Idyllisches Ambiente versprechen die Grafiken von den geplanten Gebieten, in denen der Hachinger Bach freigelegt werden soll. Momentan ist davon jedoch noch nichts zu sehen in Berg am Laim. Deshalb wollte der Bezirksausschuss vom Baureferat wissen, wie der Stand der Planungen aussieht.

Natürlich ist es nicht ganz so einfach, den Hachinger Bach aus den Rohren in ein oberirdisches Bett zu verschieben, denn bei den Grundstücken, auf denen das Gewässer fließen soll, müssen erst die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Für den 14. Stadtbezirk sind diese wohl gemischt, wie das Baureferat dem BA schildert. So müssen noch drei Flurstücke, auf denen der Bach verlaufen soll, erworben werden. „Die Verhandlungen mit den Eigentümern gestalten sich schwieriger als erwartet“, so das Baureferat. Dabei muss auch eine alternative Streckenführung erarbeitet werden, da die Grundstücksverhandlungen mit einem Eigentümer eines Grundstücks bereits im Mai 2017 gescheitert waren. Für den alternative Bachverlauf ist jetzt das Flurstück 424 Gegenstand von Verhandlungen. Dort soll an der Truderinger Straße, auf dem sogennanten Truderinger Acker, ein Neubaugebiet entstehen (HALLO berichtete). Bei der Billigung des Bebauungsplans wurde bereits festgelegt, dass die Freilegung des Hachinger Bachs dort berücksichtigt werden soll.

Bei einem weiteren Flurstück hätten sich die Verhandlungen aufgrund der Corona-Krise verzögert, teilt das Baurferat mit. Bei dem dritten Flurstück rechnet die Stadt mit einem Vertragsabschluss bis Ende des Jahres.

Neben den Grundstücksverhandlungen werden auch die Ausführungsplanungen fortgeführt, um einen zeitlichen Verzug zu minimieren, erklärt das Baureferat. Die Bauzeit wird derzeit auf vier Jahre geschätzt.

Aktuell fließt der Hachinger Bach nördlich der Heinrich-Wieland-Straße unterirdisch verrohrt unter der Kampenwandstraße und schwenkt an der Hachinger-Bach-Straße Richtung Osten bis zu St.-Veit-Straße ab. Unter der St.-Veit-Straße verläuft er dann nördlich und mündet in den Hüllgraben.

pg


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