Stadt schreibt dem Bezirksausschuss

Erstmal keine Besserung in Sicht – Rückmeldung zur Situation am U-Bahnhof Michaelibad

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Viele Ideen gibt es seitens des Bezirksausschusses Berg am Laim ür den Umbau des U-Bahnhofs Michaelibad.

Der Bezirksausschuss hat schon mehrfach gefordert, Verbesserungen am U-Bahnhof Michaelibad vorzunehmen. Doch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung sieht keine Möglichkeiten.

Berg am Laim – Barrierefreiheit und praktische Verbindungen und Ausstiege am U-Bahnhof Michaelibad: Das wünscht sich der Bezirksausschuss Berg am Laim, der dazu auch schon mehrere Anträge bei der Stadt eingereicht hat (HALLO berichtete).

Die Forderung nach einem Aufzug am U-Bahnhof kam dabei sogar in zwei Anträgen des Bezirksausschusses aus dem vergangenen Jahr vor. Denn am Bahnhof steht Menschen, die Treppen nicht überwinden können, nur eine Rampe zur Verfügung. Die ist jedoch beispielsweise im Winter durch Eis und Schnee kein geeigneter Zugang zum Gleis. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen auf der Park-and-Ride-Anlage könnten die geforderten Maßnahmen vielleicht einfacher durchgeführt werden, hoffte der Bezirksausschuss.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung antwortete nun, dass eine Aufzugverbindung vom Bahnsteig bis zu Oberfläche nicht umsetzbar sei. Auch das Bauvorhaben im Umfeld des Bahnhofs würde nichts an der Situation ändern. Grund dafür sei, dass der U-Bahnhof nicht direkt unter der Heinrich-Wieland-Straße liege und der Bahnsteig nicht unter der Park-and-Ride-Anlage. Eine durchgängige Verbindung sei nur im Bereich zwischen Hachinger Bach und der Tankstelle möglich, so das Referat für Stadtplanung und Bauordnung. „Ihrer ursprünglichen Intention, einer Verbesserung der Zugänglichkeit der Westseite des U-Bahnhofs, wäre damit kaum Rechnung getragen“.

Das Referat zitiert auch die Stadtwerke München (SWM), die bestätigen, dass die Realisierung eines Aufzuges nicht möglich sei. „Für einen Aufzug, der zum früheren Busbahnhof Michaelibad führt, wäre eine neue Unterführung nötig, die wegen der vielen unterirdisch verlaufenden Kanäle und Leitungen kaum unterzubringen wäre“, zitiert das Referat die SWM. Die Rampenanlagen des U-Bahnhofes entsprächen darüber hinaus den Vorgaben der „nach der Genehmigung der U-Bahn-Anlage erlassenen Vorschriften“ und seien damit barrierefrei. Eine Förderung des Bundes oder Landes für einen Aufzug sei damit nach Auffassung des Baureferats ausgeschlossen.

Der Bezirksausschuss hatte außerdem den Wunsch nach einer direkten, unterirdischen Verbindung aus dem Sperrengeschoss des Bahnhofs zur zukünftig ebenfalls unterirdisch gelegenen Park-and-Ride-Anlage an die Stadt gerichtet. Das sei theoretisch möglich und werde im Rahmen der weiteren Planungen geprüft, lassen die Stadtwerke über das Schreiben vom Referat mitteilen.

Ein weiteres Anliegen war ein direkterer Zugang zu den Wohnvierteln an der U-Bahn-Station, wie etwa zur Haldenseesiedlung. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung sehe dafür keine Handlungsbedarf, heißt es in dem Antwortschreiben an den BA. „Die Querung der Hechtseestraße zwischen U-Bahnaufgang und Wohngebiet erscheint vertretbar. 

pg


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