Den Bussen eine freie Fahrt gewähren

Schneller mit dem Bus durch Berg am Laim und Ramersdorf: Stadtrat beschließt Maßnahmenpaket

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Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßt das Maßnahmenpaket zur Busbeschleunigung als Schritt zu mehr Lebensqualität in München.

Der Münchner Stadtrat hat ein weiteres Maßnahmenpaket zur Beschleunigung von Bussen beschlossen. Dazu gehören auch zwei Projekte in Berg am Laim und Ramersdorf.

Betroffen ist zum einen die Buslinie 59, die täglich über 22.000 Menschen befördert. Für sie wird auf der Ostseite der Ampfing-

straße ab der Kreuzung Grafinger Straße die rechte Fahrspur zur Busspur ummarkiert. Diese endet auf Höhe der Bushaltestelle „Mühldorfstraße“, damit an der folgenden Kreuzung zwei Fahrspuren für den Autoverkehr und alle Abbiegebeziehungen erhalten bleiben. Ab der Kreuzung Ampfing-/Mühldorfstraße wird die rechte Fahrspur wieder in eine Busspur ummarkiert und bis zur Einmündung der Ausfahrt des Innsbrucker Rings weitergeführt. Dort entfallen sieben Parkplätze, um die Bushaltestelle besser anfahren zu können. Durch die neue Busspur erhofft sich die Stadt einen Fahrzeitgewinn von durchschnittlich neun Minuten, in Spitzenzeiten sogar über 18 Minuten.

Deutlich geringer wäre der Zeitgewinn, wenn die Ampeln an der Rosenheimer Straße/Innsbrucker Ring und Ottobrunner Straße/Innsbrucker Ring wieder ganztägig für die Busbeschleunigung freigeschaltet werden: Mit 1,3 Minuten durchschnittlich und 4,6 Minuten maximal rechnet die Stadt. Derzeit wird die Beschleunigung zu Hauptverkehrszeiten abgeschaltet. Grund ist das hohe Verkehrsaufkommen mit Staubildungen und erhöhter Unfallgefahr. „Voraussetzung einer ganztägigen ÖV-Priorisierung ohne Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs ist nach Auffassung der zuständigen Referate der Bau der dritten Linksabbiegespur auf dem Innsbrucker Ring zwischen Ottobrunner- und Rosenheimer Straße zur Autobahn A8, da im derzeitigen Zustand nur so die Leistungsfähigkeit der Ampel auf einen Stand gebracht werden kann, der einerseits die Busbeschleunigung zur Hauptverkehrszeit ermöglicht und andererseits die aus Mangel an Leistungsfähigkeit zur Abschaltung des Busbeschleunigung führende Unfallsituation bereinigt“, heißt es in der Stadtratsvorlage. Das Kreisverwaltungsreferat wird die Ampel jedoch verstärkt beobachten und will versuchen, die Einschränkungen der Busbeschleunigung „stets auf das unbedingt nötige Maß zu beschränken“.

Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßt das vom Stadtrat beschlossene Maßnahmenpaket. „Nur wenn die Busse nicht im Stau stehen, sondern auf eigenen Spuren schnell und zuverlässig unterwegs sind, werden die Menschen auch vom eigenen Auto umsteigen. Das ist unser Ziel und deshalb ist das jetzt im Stadtrat beschlossene zweite große Maßnahmenpaket ein ganz wichtiger weiterer Schritt für einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr“, erklärt er. Zu den bereits beschlossenen Busspuren, die in diesem Jahr realisiert wurden und noch werden, kämen nun 2020 weitere Busspuren in verschiedenen großen und kleineren Straßen hinzu. Gleichzeitig würden Busse durch angepasste Ampelschaltungen beschleunigt. „Denn Busse brauchen, gemessen an der Kapazität, sehr viel weniger Platz als Autos und sind im Vergleich auch deutlich umweltfreundlicher“, so Reiter.

An jedem Werktag seien über 700.000 Menschen in München mit den städtischen Linienbussen unterwegs. „Wir wollen mit dem Beschluss erreichen, dass sie noch schneller ans Ziel kommen und noch mehr Menschen zum Umsteigen vom eigenen PKW auf den ÖPNV bewegen. Nicht zuletzt sind Busspuren auch kurzfristig realisierbar und so eine ganz entscheidende Möglichkeit, den Öffentlichen Nahverkehr schon heute zu optimieren und mehr Kapazitäten anzubieten, bis auch die großen Maßnahmen greifen – der ambitionierte Ausbau unseres U-Bahn und Tramnetzes.“ 

fit

Nicht nur mit dem öffentlichen Nahverkehr, auch mit demRad soll man besser durch den Münchner Osten kommen.

Mehr über Berg am Laim und Ramersdorf gibt es in der Übersicht.

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