Drahtesel leichter abstellen

Pilotversuch zu Park-and-Bike an Park-and-Ride Anlage Michaelibad

Nicht nur vom Auto, sondern auch vom Fahrrad auf den ÖPNV umsteigen: Wie gut das angenommen wird, soll nun ein Pilotversuch zeigen.
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Nicht nur vom Auto, sondern auch vom Fahrrad auf den ÖPNV umsteigen: Wie gut das angenommen wird, soll nun ein Pilotversuch zeigen.

Berg am Laim –  Die P+R Park & Ride GmbH, ein Serviceunternehmen der Landeshauptstadt München, begleitet den Mobilitätswandel mit einem zukunftsweisenden Pilotprojekt zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad. An fünf ausgewählten Testanlagen werden bis Ende Oktober versuchsweise die Einstellbedingungen geändert, um neben dem klassischen Park-and-Ride mit dem ÖPNV auch Park-and-Bike zuzulassen. Damit erhalten die Nutzer der Park-and-Ride-Anlagen mehr Flexibilität beim Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel in der Münchner Innenstadt. Gerade für Fernpendler, für die die gesamte Strecke von der Wohnung zur Arbeit mit dem Fahrrad zu weit ist, ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten umweltgerechter Mobilität.

Für den Versuch ausgewählt wurden im Stadtgebiet München die Park-and-Ride-Anlagen Michaelibad, Westfriedhof, Studentenstadt und Lochhausen Nord, die über ein gutes Stellplatzangebot sowohl für Autos als eben auch für Fahrräder verfügen. In unmittelbarer Nachbarschaft der beiden erstgenannten P+R Anlagen befinden sich Radstationen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). An der Park-and-Ride Anlage Studentenstadt errichtet die MVG für die Versuchsdauer eine temporäre Leihradstation.

In den Versuch integriert ist vor den Toren der Stadt auch die P+R Anlage Sauerlach, die am Beginn einer im Dezember 2019 eröffneten Radhauptverbindung nach München liegt.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, die den Beginn des Projekts am 1. Juli an der P+R Anlage am S-Bahnhof Lochhausen vor Ort begleitete, zu dem Projekt: „Die Lebensqualität einer Großstadt wie München hängt insbesondere von attraktiven Mobilitätsangeboten ab. Park-and-Ride-Anlagen tragen dazu bei, die Zahl der Autos in der Innenstadt zu reduzieren. Dieses Erfolgsmodell um das Fahrrad zu erweitern, ist sinnvoll, denn das Rad als klimafreundliches Verkehrsmittel wird bei Pendlerinnen und Pendlern immer beliebter. Als Landeshauptstadt München wollen wir den Menschen leistungsstarke, zuverlässige, günstige und ökologische Mobilitätsformen bieten. Dabei spielt die Verzahnung der Angebote und auch die Shared Mobility eine immer größere Rolle. Ich glaube, dass Park-and-Bike ein kleiner aber feiner Baustein für die Mobilität der Zukunft in unserer Stadt sein kann.“

Der Geschäftsführer der P+R Park & Ride GmbH, Wolfgang Großmann, ergänzt hierzu: „Ich freue mich, dass diese Idee von Park-and-Bike, die bei uns ursprünglich aus einer Corona bedingten Problemlage entstanden ist, auf so positive Resonanz gestoßen ist. Bei Interesse unserer Kundinnen und Kunden wollen wir diesen Versuch nach Möglichkeit gerne auf weitere Anlagen ausweiten. Ich bin davon überzeugt, dass in diesem Konzept aber weitergehende Entwicklungsmöglichkeiten stecken. Park-and-Ride ist zwingend auf die unmittelbare Nähe zum Bahnhof angewiesen.“

„Die Idee, die Park und Ride-­Plätze auch für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrs­teilnehmer zu öffnen, die mit dem Fahrrad die letzte Strecke zum Arbeitsplatz zurücklegen, ist neuartig und unterstützt den umweltfreundlichen Weg in die Stadt“, sagt Prof. Petra Schäfer von der Frankfurt University of Applied Sciences. „Wir haben uns daher gerne bereit erklärt, diese Initiative wissenschaftlich zu begleiten. Unter anderem werden wir die Nutzerinnen und Nutzer der Park-und-Ride-Anlagen mit einem Online-Fragebogen zu ihrer Meinung befragen. Hierzu wird es auf der Internetseite www.parkundride.de und auf unserer Seite www.relut.de einen Link geben.“

Mehr über den Münchner Osten gibt es in der Übersicht.

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