Kultur im Krautgarten

Kulturzentrum für Berg am Laim beschlossen

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Wo heute noch die Krautgärten zu finden sind, soll ein lebendiges, kulturelles Zentrum für Berg am Laim entstehen.

Ein eigenes Kulturzentrum für Berg am Laim soll nun kommen. Und mit ihm noch weitere Räume, die der Stadtbezirk dringend braucht.

Berg am Laim  – Ein besonders Markenzeichen des Stadtbezirks Berg am Laim ist die Pfarrkirche St. Michael. In unmittelbarer Nähe zu dieser, an der St.-Michael-Straße, soll ein eigenes Kulturzentrum für das Viertel enstehen. Dafür hat der Kulturausschuss des Stadtrats der Landeshaupstadt nun grünes Licht gegeben. Bis jetzt sind an der Stelle noch die Krautgärten angesiedelt. Die sollen an andererer Stelle einen Platz bekommen.

Die Wahl auf das Grundstück fiel vor allem deshalb, weil es sich um ein städtisches Grundstück handelt und so dem weiteren Verfahren nichts im Wege steht, wie Jennifer Becker vom Kulturreferat erklärt. Außerdem ist die Lage des Grundstücks für ein Kulturzentrum passend: Mitten im Viertel und an öffentliche Verkehrsmittel angebunden. An der Entscheidung für den Standort war auch der Bezirksausschuss Berg am Laim (BA) maßgeblich beteiligt. Der ehemalige Vorsitzende des BA, Robert Kulzer (SPD), hatte bereits vor drei Jahren die Entscheidung für das Grundstück für das Kulturbürgerhaus verkündet.

„Berg am Laim hat längst ein eigenes Kulturzentrum verdient. Nun haben wir ein geeignetes Grundstück und einen konkreten Vorschlag, was dort entstehen könnte. Die Planung wurde mit dem Bezirksausschuss und den Akteuren vor Ort entwickelt. So wird sichergestellt, dass wir individuell auf den Bedarf im Viertel eingehen“, so Kulturreferent Anton Biebl zu der Entscheidung des Münchner Stadtrats.

Das neue Stadtteilkulturzentrum soll einen großen Saal für bis zu 250 Personen beherbergen. Gruppenräume und ein Bandproberaum sollen integriert werden. Das Kulturzentrum soll das kulturelle Engagement der Bürgerschaft fördern, erklärt Becker vom Kulturreferat. Gastspiele, etwa Theater für Kinder, soll es zwar auch geben, aber der Fokus liegt auf der „Bespielung“ des Hauses durch die Berg am Laimer, etwa mit ihren Vereinen und ansässigen Künstlern.

Außerdem könnten noch mehr Räume zur Vermietung geschaffen werden. So soll etwa eine Außenstelle der Münchner Volkshochschule auf dem Grundstück realisiert werden.

Im Zuge des Neubaus soll auch ein „Haus für Kinder“ an der St.-Michael-Straße entstehen, denn in Berg am Laim fehlen, wie im gesamtem Stadtgebiet, Betreuungsplätze. 36 Krippen- und Kindergartenplätze sollen im Neubau entstehen.

Wann es los geht mit dem Bau, ist allerdings noch ungewiss. Wegen der Integration des Hauses für Kinder müsse „zunächst das Referat für Bildung und Sport seine Anforderungen benennen“, so Becker. Erst dann könne das Kommunwahlreferat die Bauplanung anstoßen. 

Pia Getzin


Mehr über Berg am Laim gibt es in der Übersicht.

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