Blühstreifen und Entsiegelung

Ein grünes Paket: Bezirksausschuss fordert mehr Natur in Berg am Laim

Wenn es nach den Grünen und der CSU in Berg am Laim geht, könnte das Viertel bald bunter und nachhaltiger werden (Symboldild).
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Wenn es nach den Grünen und der CSU in Berg am Laim geht, könnte das Viertel bald bunter und nachhaltiger werden (Symboldild).

Das Thema Umweltschutz wurde in den vergangenen Monaten im Zuge der Pandemie vernachlässigt. Im Bezirksausschuss Berg am Laim knüpfen Grüne und CSU jetzt wieder an Maßnahmen für den Klimaschutz an.

Berg am Laim – Dass das Thema Umweltschutz und Lebensqualität durch mehr Grün in den Köpfen der Lokalpolitiker im Berg am Laimer Bezirksausschuss (BA) angekommen ist, zeigte sich in dessen jüngster Sitzung. Gleich vier Anträge, zwei von Bündnis 90/Die Grünen und zwei der CSU-Fraktion, widmeten sich den Themen Luftqualität, Biodiversität und blühende Wiesen.

Die Grünen fordern in ihren Anträgen die Bepflanzung von Verkehrsinseln und Grünstreifen, wie etwa an der Schlüsselbergstraße, mit mehrjährigen Kräutern und Wildblumen. Dies sei „ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt in Flora und Fauna sowie zur Erfüllung des Bürgerbegehrens ‚Rettet die Bienen‘“, erklärt Initiatorin Alexandra Nürnberger. Die Bepflanzung stelle außerdem keinen Mehraufwand dar, da sie maximal zwei Mal im Jahr gemäht werden müsse.

Als Orte schlägt Nürnberger in ihrem Antrag Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Fußwegen beziehungsweise Radwegen, so wie an der Schlüsselbergstraße, vor. Verkehrsinseln, wie etwa an der Kreuzung der Grafinger Straße mit dem Innsbrucker Ring sollen ebenfalls bepflanzt werden.

Auch die CSU in Berg am Laim hat ein Auge auf das Thema Biodiversität geworfen. So fordert Initiator Fabian Ewald in seinen Anträgen sogar die Entsiegelung von bestimmten Flächen in Berg am Laim. Gemeint sind etwa kleine Flächen in Kreuzungsbereichen, die keinen Nutzen für Straßenverkehrsteilnehmer haben. „Eine Entsiegelung wäre bei diesen Flächen ohne jegliche verkehrliche Auswirkungen oder groß angelegte Umbauten sehr zeitnah und vergleichsweise kostengünstig machbar“, heißt es in dem Antrag. Etwa 450 Qua-

dratmeter könnten laut der CSU somit von versiegelten Beton- zu Grünflächen umgewandelt werden. Wenn noch weitere Flächen in Betracht gezogen würden, wie die zur Park&Ride-Anlage umgewandelte Busspur des Michaelibads, könnten bis zu 800 Quadratmeter freigelegt werden, so Ewald.

In einem weiteren Antrag der CSU wird das Referat für Bildung und Sport (RBS) dazu aufgefordert, ein „Modellkonzept umweltgerechte Schulbauten“ zu erarbeiten. Dabei geht es um neue Berufsschulen an der Neumarkter Straße auf dem Gelände der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung Branntwein. Das RBS sei den bisherigen Forderungen des BA nach Dach- und Fassadenbegrünung oder Erhaltung der Baumbestände in den meisten Fällen nicht nachgekommen. An der neuen Grundschule an der St.-Veit-Straße war dies aufgrund der fortgeschrittenen Planungen etwa nicht mehr möglich gewesen (HALLO berichtete).

Deshalb solle bei dem Bauprojekt an der Neumarkter Straße schon jetzt unter Berücksichtigung von Umweltaspekten geplant werden: Neben Dach- und Fassadenbegrünung auch die Deckung des Strombedarfs der Schulen durch Solarenergie, Verwendung von nachhaltigen Baumaterialien, möglichst grüne Höfe mit vielen Bäumen und ausreichend Fahrradstellplätze. „Die Errichtung der Berufsschulen geschieht auf zwei vergleichsweise weitläufigen Flurstücken“, so Ewald in seinem Antrag an das RBS. Ein Modellkonzept ermögliche es, dass die Schulbauten ein Vorbild für weitere in München werden könnten.

pg

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