Platz für das Gymnasium schaffen

Endlich tut sich etwas: Abriss der Griechischen Schule in Berg am Laim

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Für den Abriss der Ruine der Griechischen Schule ist schweres Gerät erforderlich. Schließlich sollte sie nach griechischem Recht gebaut werden — und damit erdbebensicher.

Eine Posse, die 2001 begann, findet nun ein Ende: Mit schwerem Gerät wird die Ruine, die einmal die Griechische Schule in Berg am Laim werden sollte, abgerissen.

Berg am Laim — Das neue Jahrtausend war gerade angebrochen, als die Landeshauptstadt der Republik Griechenland das Grundstück an der Hachinger-Bach-Straße überließ. Neben dem Michaeli-Gymnasium sollte dort eine Schule für rund 700 griechische Schüler entstehen. Doch 13 Jahre lang tat sich nichts. Erst im Jahr 2014 begannen die Arbeiten, 2015 wurde der Grundstein gelegt. Doch über den Zustand einer Ruine kam der Schulbau nie hinaus. Und dies, obwohl sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in dem Streit um die Fertigstellung vermitteln wollte. Doch alle Fristen verstrichen, die Ruine gammelte vor sich hin.

Doch dann einigten sich die Landeshauptstadt und der Griechische Staat doch noch. Und so konnte der Stadtrat schließlich Ende Juni das Baureferat mit dem Abbruch des unfertigen Rohbaus der „Griechischen Schule“ an der Hachinger-Bach-Straße beauftragen. Mittlerweile sind die Arbeiten zum Abriss des Gebäudes in vollem Gang. Bis kurz vor Weihnachten sollen sie abgeschlossen sein.

Nach dem Abriss wird die Fläche für die dringend benötigte Erweiterung des Michaeli-Gymnasiums verwendet. Aber auch die 30.000 Mitglieder starke Griechische Gemeinde in München findet dort eine Heimat für ihre Schüler.

Denn im Kompromiss, der den Abriss überhaupt ermöglicht hat, verpflichtet sich die Stadt, für die Republik Griechenland auf deren Kosten eine Schule für maximal 500 Schüler zu errichten. Die Bauausführung liegt komplett in städtischer Hand. Der vorhandene Rohbau der Griechischen Schule wird ebenfalls von der Stadt abgebrochen und beseitigt. Allerdings beteiligt sich die Republik Griechenland finanziell an den Kosten.

Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte das Zustandekommen dieser Lösung mit großer Erleichterung aufgenommen. „Ich freue mich sehr, dass nach so vielen Jahren der Rohbau jetzt endlich verschwindet und vor Ort sichtbar wird, dass es vorangeht. Und die Schulfamilien, deutsche und griechische, Sportverein und Anwohner haben endlich Klarheit. Jetzt können die Planungen weitergehen und die dringend benötigten Bildungseinrichtungen und Sportinfrastruktur Realität werden“, hatte München Stadtoberhaupt damals erklärt. 

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Mehr über den 14. Stadtbezirk Münchens Berg am Laim gibt es in der Stadtteilübersicht.

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