Berg am Laim: Ein Garten für die Therapeutische Wohngemeinschaft Kraiburger Straße

Die Therapeutische Wohngemeinschaft Kraiburger Straße lud zum Empfang anlässlich der Vorstellung ihres Gartenprojekts.

Im Rahmen „milieutherapeutischer Projektarbeit“ konnte der unansehnliche und triste Kiesplatz hinter dem Haus, in dem zehn Menschen mit psychischen Problemen unter einem Dach leben, völlig neu begrünt und gestaltet werden. Das besondere an dem Projekt: Die Bewohner der Kraiburger Straße konnten nicht nur ihre Wünsche und Ideen einbringen. Sie legten bei der Gestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes selbst Hand an, unterstützt und angeleitet vom Garten- und Landschaftsarchitekt Thomas Mesenburg. Die TWG Kraiburger Straße ist eine Einrichtung des Trägervereins für Freie und Therapeutische Wohngemeinschaften der dynamischen Psychiatrie e.V. und Teil der Behandlungskette der Dynamischen Psychiatrie. Förderung durch Wohngrün.de Die Beteiligung und Eigenarbeit der Bewohner war ausschlaggebend dafür, dass die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (MGS) Fördermittel aus dem Aktionsprogramm „Wohngrün.de“ bereitstellen konnte. Das Grundstück liegt im Sanierungsgebiet Innsbrucker Ring / Baumkirchner Straße, in dem die Gestaltung von privaten und öffentlichen Grün- und Freiflächen ein wichtiges Sanierungsziel ist, das mit Mitteln von Bund, Land und Gemeinde gefördert wird. Marion Eschenbacher, Projektleiterin der MGS, betreute das Gartenprojekt von der Planung bis hin zur Kostenkontrolle. Projektdetails Beim Empfang mit einem kleinen herbstlichen Imbiss stellte Dipl. Soz.päd.(FH) Dorothea Richartz, 2. Vorsitzende und Organisationsleitung des Trägervereins, den Ablauf des Bauvorhabens anhand einer Fotoausstellung vor und erläuterte in diesem Zusammenhang das spezifische Konzept der Milieutherapeutischen Projektarbeit. Ein Flyer über das Programm Wohngruen.de war der Impuls, dass das Team der Therapeutischen Wohngemeinschaft die Gestaltung des Gartenbereichs in Angriff nehmen konnte. Ende 2006 wurde mit der Planung begonnen. Das Jahr 2007 galt vor allem der Suche nach weiteren Sponsoren, ohne die die Realisierung nicht möglich gewesen wäre. Mit dem Aushub einer terrassenartigen Anlage zum Haus für mehr Licht und einen Ausgang aus dem Souterrain begann die sichtbare Umgestaltung. Eine Sitzfläche und ein Pflanz- und Nutzbeet sowie ein selbstgebautes Gartenhäuschen entstanden im Sommer 2008. Die Milieutherapeutische Projektarbeit ist im Denken der Dynamischen Psychiatrie verankert. Im Mittelpunkt steht dabei der ganze Mensch in seinen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Dimensionen, mit seinen gesunden wie auch kranken Anteilen. Die Projektarbeit fördert, neben dem Erlernen von praktischen Fähigkeiten, die Beziehungs- und Kontaktfähigkeiten der BewohnerInnen und trägt somit zur Entwicklung einer beruflichen Identität und Perspektive bei. Im Rahmen des Gartenprojektes konnten planerische, gestalterische und handwerkliche Fähigkeiten gewonnen und erprobt werden. Viele Sponsoren unterstützen Gartenprojekt Davor Stubican, Referent für Psychiatrie/Suchthilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, überreichte Dipl. Psych. Stefanie Zodl, Leiterin der TWG Kraiburger Straße, einen symbolischen Scheck über 5000 Euro von der Glücksspirale. Weitere Sponsoren waren „Stiftung Antenne Bayern hilft“ mit ebenfalls 5000 Euro sowie der Adventskalender der Süddeutschen Zeitung mit 950 Euro. Marion Eschenbacher schenkte zum Dank und als Anerkennung den Bewohnern eine Tischtennisplatte. Dr. Gertraud Reitz, 1. Vorsitzende des Trägervereins für Freie und Therapeutische Wohngemeinschaften der Dynamischen Psychiatrie, dankte den Sponsoren für die großzügige finanzielle Unterstützung und allen Beteiligten, insbesondere den Bewohnern für die tatkräftige Umsetzung. Unter den rund 30 Gästen waren Dr. Egon Fabian, Chefarzt der Klinik Menterschwaige und Dr. phil Ilse Burbiel, Leiterin des Lehr- und Forschungsinstitutes der Deutschen Akademie für Psychoanalyse sowie der Vermieter des Hauses Tobias Wenk und viele Nachbarn.

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