Immer mehr ein Kulturstandort

Berg am Laim: Von „baum 20“ bis zu Kulturbürgerhaus und Konzertsaal

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Das Licht brennt schon wieder im „baum20“.

Die Kultur in Berg am Laim legt derzeit fast schon erstaunlich an Fahrt und Dynamik zu. Inmitten des Stadtteils tut sich aktuell und während der kommenden Jahre einiges. Ganz zu schweigen vom Konzertsaal-Projekt, das alles derzeit überstrahlt.

Die Renovierung des Stadtteilladens „baum 20“ in der Ortsmitte an der Baumkirchner Straße ist abgeschlossen. Damit steht der Laden den unterschiedlichen Nutzern künftig wieder zur Verfügung. Das wird gefeiert: Am kommenden Samstag, 20. Januar, zwischen 17 und 20 Uhr können Interessierte nicht nur die renovierten Räumlichkeiten besichtigen und sich über die Arbeiten und laufende Angebote dort informieren. Auch die Vertreter der Nutzervereine aus dem Stadtteil und der neue Betreiber des Stadtteilladens, der nach dem Abschluss des Quartiersmanagements (HALLO berichtete) seit Ende vergangenen Jahres dort neu agierende Trägerverein KulturBürgerHaus Berg am Laim, stehen für Gespräche zur Verfügung. Gute Gespräche verspricht sich dabei auch Berg am Laims Bezirksausschussvorsitzender und BürgerHausVereins-Vorstand in Personalunion, Robert Kulzer, bei Getränken und am Buffet. Der noch junge Verein verweist darauf, dass „Spenden und Beiträge zum Buffet sehr willkommen“ seien. Dafür gibt es auch Künstlerisches zu sehen.

Zeitgleich zum Feierakt wird auch die erste Ausstellung im Stadtteilladen im noch jungen Jahr 2018 eröffnet. Unter dem Titel „Berg am Laim im Wandel der Zeit“ sind historische und aktuelle Ansichten, Aussichten und Einsichten im Bildformat zu sehen. Mathias Brandstetter von der Künstlergilde des Berg am Laimer Bürgerkreises hat diese Werkschau zusammengetragen und arrangiert. Spannend für alte und neue Berg am Laimer, die den enormen Wandel des früheren Eisenbahnerstadtteils zum modernen Stadtquartier hier einmal komprimiert betrachten können.

Platz für Aktivitäten 

Nach Auskunft des neuen Trägervereins und seines Vorsitzenden Kulzer soll der Stadtteilladen „wie bisher Vereinen, Gruppen und Initiativen aller Art“ einen Raum für ihre Aktivitäten bieten. Im weiterhin mit Veranstaltungsräumen nicht gerade gesegneten Berg am Laim sicher ein sinnvoller Ansatz. Kurse, Infoveranstaltungen, Feiern, Vorträge und Spieleabende werden dort auch künftig stattfinden. Zudem will der Betreiber, der die Kultur ja bereits im Namen seines Vereins trägt, auch das spezifisch kulturelle Angebot im Stadtteilladen etwa mit Lesungen, kleinen Konzerten oder Filmvorführungen weiter ausbauen. Dazu sollen regelmäßige Termine kommen, an denen sich Bürger über soziale und eben auch kulturelle Projekte und Angebote im Stadtteil gezielt informieren können.

Stichwort Kultur: Nachdem Berg am Laim auf diesem Sektor zuvor reichlich „unbefleckt“ durch die Zeitspule glitt und auch aufgrund weithin fehlender Veranstaltungsorte eher gegen das stete Vorurteil einer Schlafstadt kämpfen musste, tut sich mittlerweile nicht nur an der Baumkirchner Straße Erkleckliches bis Gewaltiges. Mit Blick aufs Quartier wurde inzwischen der Standort für ein neues Kulturbürgerhaus an der St.-Michael-Straße festgelegt, das hier am Michaelianger auf dem Gebiet der heutigen Krautgärten entstehen soll (HALLO berichtete). Damit können auch im 14. Stadtbezirk angestaubte, aber aufgrund ihrer Seltenheit immens genutzte Veranstaltungsräume wie im Pfarrsaal an der Baumkirchner Straße oder im Vereinsheim an der Berg-am-Laim-Straße 126 aus ihrer Alleinverantwortung entlassen werden.

Überregional, ja international tut sich im Stadtteil bekanntlich ohnehin Berauschendes. Der neue Konzertsaal im Werksviertel dürfte auch Berg am Laim demnächst nicht nur beim Klangvergnügen in neue Spähren hieven. 

Harald Hettich

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