Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Waldperlach

Keine weiteren Funde

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Bei der Suche nach dem Asiatischen Laubholzbockkäfer sind auch besonders ausgebildete ALB-Spürhunde im Einsatz.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat die Fällungen zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in Waldperlach abgeschlossen. Die gute Nachricht: es wurden keine weiteren ALB-Befallsmerkmale gefunden.

Auslöser für die Maßnahmen gegen den ALB war eine am Rande des Putzbrunner Waldes „Große Wiese“ gefundene Larve des Quarantäne-Schädlings. In der Folge haben die LfL und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Ebersberg nach den Vorgaben des aktuellen EU-Durchführungsbeschlusses gehandelt und die Fällung von 16 Laubbaumgattungen im 100 Meter-Radius um den befallenen Baum angeordnet. 130 Laubbäume aus Privatgärten wurden dabei gefällt und anschließend im Freisinger Quarantänelabor untersucht.

Vor den Arbeiten in den Privatgärten wurden die Bäume auf der Waldfläche gefällt und untersucht. In dem bereits befallenen Ahorn wurde noch ein weiterer ALB gefunden. Ansonsten war glücklicherweise kein weiterer Baum befallen. Angrenzend an die 100-Meter-Fällzone mussten auf einer Forstfläche von knapp zwei Hektar die vom Sturm Niklas im Frühjahr umgeworfenen Bäume untersucht und aufgearbeitet werden. Dadurch vergrößerte sich die Fläche auf mehr als das Doppelte. Im kommenden Frühjahr wird der Wald wieder aufgeforstet. Die Fällungen liefen in optimaler Zusammenarbeit beider Stellen und der Landeshauptstadt München. Sowohl die Bekämpfung in Waldperlach als auch das Ergebnis der dritten Fällaktion in Neubiberg zeigen, dass der punktuelle Befall des ALB im Befallsgebiet Neubiberg ausgerottet werden kann. Der Fokus der künftigen Maßnahmen liegt jetzt besonders auf dem Monitoring: Die LfL bittet die Besitzer von Laubbäumen in der Quarantänezone um ihre Unterstützung. Laubgehölze müssen bis Ende Oktober noch mindestens einmal sowie vom Laubfall bis zum Neuaustrieb im Frühjahr, also von November bis März, insgesamt zweimal auf ALB-Befallsanzeichen kontrolliert werden. An der LfL selbst ist derzeit ein intensives Monitoring zum ALB unter anderem mit dem Einsatz geschulter Baumkletterer in Vorbereitung. Die Quarantänezone kann erst aufgehoben werden, wenn in den kommenden vier Jahren bei intensiver Suche keine weiteren Spuren des Käfers gefunden werden.

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