Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Stadt zum Schaffen von sozialen Räumen auf

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Ja zum Bolzplatz und Ja zur Bebauung

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Bezahlbarer Wohnraum

Bebauung des Siemens-Parkplatzes Nord in Neuperlach

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Stadtplanerin Anke Griesel und Projektleiter Frank Kindermann präsentierten die Planungen für die Bebauung des Siemens-Parkplatzes Nord.

Wohnraum schaffen, das bisherige Areal aufwerten und die Lebensqualität erhöhen. Das sind die Ziele, die mit der Bebauung des Siemens-Parkplatzes Nord am Otto-Hahn-Ring erreicht werden sollen.

Bis zu 750 Wohnungen sollen auf dem Areal des derzeitigen Parkplatzes errichtet werden. Fünf bis sechs Geschosse sollen die neuen Gebäude haben — mit „einigen Hochpunkten“, wie Anke Griesel, Stadtplanerin bei AS+P Albert Speer + Partner, bei einem Pressegespräch erklärte. Bis zum 60 Meter hoch könnten diese städte- baulichen Akzente werden — auf Wunsch der Stadt, wie die Planerin betonte. Aus ihrer Sicht müsse diese Vorgabe aber nicht umgesetzt werden, auch 45 Meter seien durchaus vorstellbar.

Großen Wert legen Bauherrenvertreter HIH Real Estate Hamburg und Eigentümerin und Bauherrrin BSC Grundstücksgesellschaft neben der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auf eine Aufwertung des bisherigen Siemens-Parkplatzes. So soll der Grünzug im Norden „vollumfänglich“ erhalten werden. Lediglich Durchgänge würden geschaffen, um so die bestehende Siedlung im Norden an das neue Viertel anzuschließen — und somit auch an die Nahversorgung anzubinden. Denn neben Wohnungen sollen auch kleiner Einzelhandel, Büros, bei Bedarf ein Ärztehaus sowie drei Kindertagesstätten, Begegnungsstätten und möglicherweise ein Seniorentreff in dem Neubaugebiet eine Heimat finden. Verkehrlich erschlossen wird das neue Viertel ausschließlich über den Otto-Hahn-Ring und die Carl-Wery-Straße. Außer unbedingt erforderlichen Zulieferwegen wird es auf dem Neubauareal keine Straßen geben. Vorgesehen, so Griesel, sei vielmehr eine „intensive Durchgrünung“. Die nach Stellplatzschlüssel erforderlichen Parkplätze werden in einer Tiefgarage untergebracht, Besucherparkplätze wird es entlang der Carl-Wery-Straße und des Otto-Hahn-Ring geben.

Doch wohin kommen die bisherigen Siemes-Parkplätze Nord? Sie werden in ein Parkhaus verlegt, das auf dem derzeitigen Siemens-Parkplatz Ost gebaut wird. Außerdem sind weitere Parkhäuser auf dem Siemens-Gelände vorgesehen, wie Projektleiter Frank Kindermann erklärte. Für den Siemens-Parkplatz Süd gibt es nach seiner Aussage derzeit keine Pläne. Ein Teil des Geländes benötige allerdings die Stadt — für den Gleisanschluss des künftigen U-Bahn- Betriebshofs.

Bürgerbeteiligung 

„Wir stehen mit unseren Planungen noch ganz am Anfang“, betonte Stadtplanerin Anke Griesel. Mit einer Einwohnerversammlung sei man gerade in den Bürgerdialog eingetreten. In einem nächsten Schritt werde ein offener, zweiphasiger städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb durchgeführt. Daran können sich alle Architektenbüros beteiligen. Dies soll eine „ideal Planung im Hinblick auf Anwohnerbedürfnisse, Städtebau, Funktion und Sozialveträglichkeit für das Wohnquartier“ garantieren. Im Rahmen einer Dialogveranstaltung werden dann die Bürger über die Inhalte des Aufstellungs- und Eckdatenbeschlusses und über die Auslobung zum Wettbewerb informiert. Sie haben dort erneut die Möglichkeit, ihre Anregungen einzubringen. Über die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens werden die Bürger in einer weiteren Veranstaltung informiert. Dort können sie erneut ihre Stellungnahmen abgeben. Sie sollen in der Weiterbearbeitung zum „Masterplan“ einfließen. Und auch im Bebauungsplanverfahren haben die Bürger nochmals die Möglichkeit zu Stellungnahme, ehe der Satzungsbeschluss erfolgt. Und das soll 2023 der Fall sein, erläuterte Kindermann den Zeitplan. Wenn dann alles weiter nach Plan laufe, könnte das neue Quartiert im Jahr 2025 fertiggestellt sein. 

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