Literarisches aus dem Münchner Osten

Jenseits aller Klischees

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Verleger Michael Volk und Fredl Fest bei der Präsentation der Fesl-Biografie.

Mit Büchern wie „Trudering, Waldtrudering, Riem: Münchens ferner Osten“ oder „Berg am Laim: Von den Siedlungsanfängen zum modernen Stadtteil Münchens“ hat sich der Volk Verlag eine Namen gemacht und vergangenes Jahr den „Bayerischen Kleinverlagspreis“ des Bayerischen Kultusministeriums gewonnen. Aktuell können sich Freunde des gehobenen bayerischen Buches über einige Neuerscheinungen freuen.

„Typisches Beamtendeutsch“ kommentiert Verleger Michael Volk den Namen jenes Preises, den er und sein Team im vergangenen Dezember verliehen bekamen. Mit dem „Bayerischen Kleinverlagspreis“ werden bayerische Verlage ausgezeichnet, die die Verlagslandschaft mit frischen Ideen und großer Begeisterung für neue Autoren und Programme beleben. Der 1997 von Michael Volk gegründete Verlag mache „Lust auf Bayern mit einer breitgefächerten Palette von hochwertigen Sachbüchern jenseits der gängigen Bayern-Klischees“, so Kunstminister Ludwig Spaenle damals in seiner Laudatio.

Einer Linie, der der Volk Verlag auch in diesem Jahr treu geblieben ist. „Auf Tradition fußende Literatur, abseits jeder klischeehaften Literatur“ lautet die Maxime des Berg am Laimer Verlags. „In Bayern gibt es noch viele Themen“, ist sich Verleger Michael Volk sicher. Davon zeugen auch die aktuellen Neuerscheinungen des Verlags.

Druckfrisch ist die Biografie eines Großen des bayerischen Musikkabaretts: Fredl Fesls „Ohne Gaudi is ois nix“. Wobei die Ikone der bayerischen Musik- und Kabarettszene auch einiges zum Münchner Osten zu sagen hat. Nicht nur, dass er mit seinem berühmten Taxilied „Vom Muh bis Ottobrunner Straß‘“ seinem damaligen Domizil ein unsterbliches Denkmal gesetzt hat — auch sportlich hat Fesl im Münchner Osten seine Spuren hinterlassen. Für eine gute Figur und um die „Mädel im Michaelibad“ zu beeindrucken trat der Barde dem ESV Ost bei, genauer gesagt der Gewichtheber-Abteilung. Welche Wettkampferfahrungen er dort machte, beschreibt Fesl im Kapitel „Schweres Eisen im Münchner Osten“.

Einem ganz anderen Thema widmet sich Christoph Wilker in seinem Buch „Ich hatte eine gerade Linie, der ich folgte. Dort erzählt er die Geschichte von Rita Glasner, einem Bibelforscherkind im „Dritten Reich“. Dabei wird auch ein Stück Waldtruderinger Stadtteilgeschichte lebendig, wohnte Rita doch an der heutigen Wasserburger Landstraße 272, der ehemaligen Gaststätte „Waldesruh“, mittlerweile „Lehners Wirtshaus“, und besuchte die „Ostmarkschule“, die heutige Turnerschule. Doch auch Backfreunde kommen bei den Neuerscheinungen auf ihre Kosten: Das „Altmünchner Backbuch“ enthält süße Rezepte aus der Prinzregentenzeit für die Küche von heute. Für Freunde alten Sprachguts ist „Bazi, Blunzn, Breznsoizer. Bairisch gredt von A bis Z“. Im Nachfolger der erfolgreichen bairischen Sprüchesammlung „A Hund bist fei scho“ sammelt Johann Rottmeir altes, fast vergessenes bairisches Sprach- und Kulturgut von A bis Z. Weitere Infos unter www.volkverlag.de.

fit

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