Wichtige Termine stehen an

BA-Vorsitzender spricht vor der Bürgerversammlung Ramersdorf

Erstmals fand die Bürgerversammlung Ramersdorf in der neuen Turnhalle der Grundschule an der Führichstraße statt.
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Erstmals fand die Bürgerversammlung Ramersdorf in der neuen Turnhalle der Grundschule an der Führichstraße statt.

In Ramersdorf stehen nächsten Monat zwei wichtige Info-Termine im Kalender, darauf machte Bezirksausschuss-Vorsitzender Thomas Kauer (CSU) bei der Bürgerversammlung aufmerksam. Außerdem sprach er über aktuelle Entwicklungen im Stadtteil.

Am Donnerstag, 6. Juli, gibt es ab 18 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Führichstraße eine Informationsveranstaltung zum Ortskern Ramersdorf. Was ist in den letzten Jahren passiert, was wird künftig passieren, wie will man mit Verkehr, Grünflächengestaltung und baulichen Strukturen weiter umgehen? „Dem Ortskern von Ramersdorf soll ein Stück Identität zurückgegeben werden“, erklärte Kauer. Áls zentraler Mittelpunkt des Viertels sei er derzeit „stark verbesserungsfähig“.

Der zweite wichtige Termin findet am Montag, 24. Juli, um 18 Uhr im MVG-Verkehrsmuseum an der Ständlerstraße 20 statt. Dort sollen die Anwohner neue Infos zum geplanten Trambahnbetriebshof erhalten. „Die Planungen sind nun deutlich kompakter“, berichtete Thomas Kauer. Wichtig seien eine optimaler Lärmschutz, auch an den bestehenden Gleisen, sowie verträgliche Fahrtwege und -zeiten. Auch an der Entwicklung des Baugebiets an der Ottobrunner Straße seien die Stadtteilpolitiker „dran“. Allerdings wagte der BA-Chef keine Prognose darüber, ob man hier auf einem guten oder eher steinigen Weg sei. Zwei wichtige Infos von seiner Seite: Nur ein kleines Eck im Bebauungsplan 1638 gehöre der Stadt, der Rest sei in privatem Eigentum. Und: auf dem bislang brachliegenden Feld soll ein Discounter entstehen – mit Wohnungen obendrüber.

Neues gab es auch zum Neubau der Siedlung an der Haldenseestraße. Eine erneute Infoveranstaltung wurde von der Stadt abgelehnt, da im laufenden Bebauungsplanverfahren sowieso noch eine Erörterungsveranstaltung stattfinden wird. „Derzeit werden die von den Bürgern abgegebenen Einwände bearbeitet“, so Kauer. Der Billigungsbeschluss durch den Stadtrat soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 vorliegen. Dass sich Bürger- und Bezirksausschuss-Beteiligung durchaus lohne, sehe man an der Wohnen-für-alle-Siedlung Ecke Balan-/Ständler-/Görzer-/Puechbergerstraße, erklärte der Stadtteilbürgermeister. Dort entstehe nun ein „durchaus akzeptables Projekt“. Zwei der ursprünglichen Gebäude fallen komplett weg und statt überwiegend Kleinwohnungen seien nun auch familiengereiche Wohnungen geplant. Damit reduziert sich die Anzahl der Wohneinheiten von 133 auf 53. Zudem soll es eine qualitative Bauweise mit Balkonen und Kellern werden. Nicht mehr vorgesehen ist das Flexi-Wohnheim an der Ständler-/Traunreuter Straße. Hier soll nun „normaler“ Wohnungsbau entstehen. „Darüber sind wir sehr froh“, meinte Thomas Kauer. Die Baugrube, die man auf dem bisherigen Parkplatz sehe, sei Vorbote für den Bau von Gewerbe- und Lagerflächen an dieser Stelle.

Richtig gut findet man im Bezirksausschuss 16 auch das Nein des Oberbürgermeisters zu einer eventuellen Nachverdichtung des Kustermannparks (HALLO berichtete). 

Carmen Ick-Dietl

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