BA-Sondersitzung zur Schulsituation im Stadtbezirk

Die Schulen haben ein Raumproblem

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Die Schulen in Ramersdorf-Perlach haben ein Raumproblem. Das wurde bei der Sondersitzung des Bezirksausschusses am Dienstagabend deutlich.

Die Mehrzahl der Schulen im 16. Stadtbezirk hat ein Platzproblem. Das wurde bei der Sondersitzung des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach am Dienstagabend deutlich. Die Grundschule am Pfanzeltplatz soll deshalb sogar ein neues Gebäude im Innenbereich erhalten. 

„Wir platzen aus allen Nähten!“ Ein Satz, für den Veronika Schäffer, Rektorin der Grundschule am Pfanzeltplatz, von ihren anwesenden Kollegen aus anderen Schulen zustimmendes Nicken erhielt. Steigende Schülerzahlen, wachsende Anforderungen an den Unterricht, immer mehr Ganztagesklassen, Mittagsbetreuung und vieles mehr würden massive Platzprobleme bringen. „Ich habe nächstes Jahr elf Klassen im Haus, drei mehr als bislang, zudem eine weitere Ganztagesklasse. Ich frag’ mich, wo ich die noch hintun soll“, so Schäffer. Die Ganztageskinder bräuchten Speiseräume, ebenso wie die Mittagsbetreuung, von der man bereits eine Gruppe ins nahe Altenheim ausgelagert habe.


Auch die wachsenden Anforderungen an den Unterricht würden zum Platzproblem beitragen. In der Folge säßen die Lehrer in der Pfanzeltplatzschule bereits auf dem Gang, weil man das Zimmer dringend gebraucht habe. Das aber sei auf Dauer kein Zustand. „Ich brauche dringend kreative Lösungen und Unterstützung.“ Bei all den Problemen sei der Zuwachs, der aus dem geplanten Neubaugebiet an der Hochäckerstraße auf die Schule am Pfanzeltplatz zukomme, noch gar nicht angedacht, erklärte Schäffer. 


Ähnlich sieht es an der Führichschule aus. Nächstes Schuljahr sei sie auch in der ersten Klasse fünfzügig, informierte Rektorin Susanne Löffler. Zwei Klassen seien schon bei der Mittelschule im Haus ausgelagert, die aber keinen weiteren Raum mehr abgeben könne. Der Zuzug aus den umliegenden Straßen mache ihr Angst, so Löffler. In Ramersdorf sanieren und verdichten GWG und Gewofag derzeit ihre Wohnanlagen in großem Stil. Die Gewofag habe ihre Maßnahme sogar explizit unter das Motto „Familien zurück in die Stadt“ gestellt, erinnerte die Bezirksausschuss-Vorsitzende Marina Achhammer (SPD). 

Es trifft nicht nur die Grundschulen. Auch Reinhard Duetsch, Direktor des Heinrich-Heine-Gymnasiums, fragte nach, wie es mit der gymnasialen Versorgung im Münchner Osten weitergehen soll. 


Die Raumressourcen an der Pfanzeltplatzschule seien ausgereizt, so Hans-Jürgen Stein, im Referat für Bildung und Sport zuständig für Bauwesen, Gebäude- und Grundstücksverwaltung. Man plane deshalb derzeit einen zusätzlichen Bau für die Perlacher Schule, der sowohl die neuen Klassen, die durch das Neubaugebiet Hochäckerstraße zustande kommen werden, sowie den vorhandenen Raumbedarf der Schule aufnehmen soll. Der mehrgeschossige Bau mit Unterkellerung soll im Innenbereich der Pfanzeltplatzschule entstehen. Wenn er fertig ist, sollen die beiden Pavillons abgerissen werden. Da die Untersuchungen für diese Planung erst aufgenommen wurden, könne man über den Zeithorizont noch nichts sagen, erklärte Stein. „Im Herbst gibt es nähere Informationen.“ 

Bei der Führichschule verwies Stein auf das anstehende Neubau- und Sanierungsprojekt, beim Heinrich-Heine-Gymnasium auf die Erweiterungen am Michaeli- und am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium. Dort würden zehn zusätzliche Unterrichtsräume entstehen. Zusammen mit dem im Bau befindlichen Gymnasium Trudering und den Schulprojekten im Landkreis sehe er derzeit keine Veranlassung, weitere Planungen aufzunehmen. „Für mich ist damit die gymnasiale Versorgung in dem Bereich ausreichend.“

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