BA-Bericht zur Bürgerversammlung Berg am Laim

Neue Hoffnung auf ein Bürgerhaus

+
Für Robert Kulzer (stehend) war es die erste Bürgerversammlug als BA-Vorsitzender.

Bei seinem ersten Bürgerversammlungsauftritt als neuer BA-Vorsitzender von Berg am Laim konnte Robert Kulzer (SPD) mit vielen Neuigkeiten fürs Stadtviertel punkten. So gibt es unter anderem einen neuen Anlauf in Sachen Bürgerhaus. Zudem präsentierte Kulzer exklusiv die neuen Ansichten von Kaufland und Aldi.

Das Bürgerhaus sei ein „altes neues Thema“, so Kulzer. Aktuell soll ein neuer Anlauf gestartet werden. Denn: „Wenn Berg am Laim den Bedarf und ein schlüssiges Konzept nachweist, dann unterstützt uns das Kulturreferat bei den Bestrebungen nach einem Bürgerhaus.“ Neben Gesprächen mit möglichen Interessenten aus Berg am Laim und der Erstellung eines Nutzungs- und Betriebskonzepts müsse man sich auch Gedanken über den Standort machen, meinte der BA-Chef. Ob die alte Planung Ecke St.-Michael-/Else-Rosenfeld-Straße tatsächlich der beste und einzige Standort sei oder es im Ortskern vielleicht einen Besseren und Attraktiveren geben könnte? 

Umbau Ortskern

Hier im Ortskern soll es auf jeden Fall am 2. Mai mit dem zweiten Teil des Umbaus der Baumkirchner Straße samt Grünem Markt losgehen. Kulzer erinnerte noch mal an die Details: Der beidseitige Einbau von Radspuren, Parkbuchten als Kurzparkbereiche, die Umstrukturierung von Grünflächen und Wegebeziehungen sowie der Umbau des Grünen Markts zum zentralen Platz in Berg am Laim mit Aufenthaltsmöglichkeiten, Wochenmarktfläche, Trinkbrunnen und einem neuen Zugang zum Behrpark. „Künftig alles schöner als jetzt.“ Voraussichtlich im Dezember soll alles fertig sein. Der Wochenmarkt werde während der Bauzeit übrigens am U-Bahnhof Josephsburgstraße (Ausgang Kreillerstraße) gastieren. 

Hier hakt es

Bei einem anderen Projekt in der Baumkirchner Straße „hakt’s derzeit etwas am Zeitplan“, so der Leiter des Stadtteilparlaments. Der Billigungsbeschluss des Stadtrats zur Bebauung des ESV-Geländes hat ein halbes Jahr Verzug, soll aber noch in der ersten Jahreshälfte 2013 genehmigt werden. Das Nahversorgungszentrum mit Aldi und weiterem Einzelhandel müsse zuerst gebaut werden, bevor der ESV dann aufs Aldi-Gelände umziehen könne. Kulzer präsentierte eine erste Visualisierung des neuen Gebäudes, das „untypisch“ für den Discounter als dreistöckiges Bauwerk mit Parkdeck realisiert werden soll. Für den Neubau des ESV nannte Kulzer einen voraussichtlichen Baubeginn 2014/2015. „Hoffentlich, bevor uns die ESV-Halle überm Kopf zusammenbricht.“ 

Ganz exklusiv konnte der BA-Vorsitzende auch eine Optik des geplanten Kauflands in der Berg-am-Laim-Straße 117 bis 123 zeigen. Noch in diesem Monat soll hier Baubeginn sein, Abschluss dann im Frühjahr 2015. „Endlich ein großer Vollsortimenter im Bereich des Ortskerns!“ Kaufland wolle eher als Ergänzung und Stärkung für Berg am Laim denn als Konkurrenz für die bestehenden Geschäfte im Ortskern auftreten, gab Robert Kulzer an. 

Infrastruktur

Thema Infrastruktur: Zurzeit gebe es in Berg am Laim Planungen für über 2000 neue Wohnungen, hinzu komme noch die Nachverdichtung. „Die Bevölkerungsdichte nimmt zu, da müssen auch Verkehr, Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV passen.“ Und die Schulversorgung. Aktuell würden zwar die Kapazitäten an der Grundschule Grafinger Straße, an der Haupt- und Förderschule Innsbrucker Ring und am Michaeli-Gymnasium sowie an fünf Kindertagesstätten erweitert, doch Berg am Laim brauche in Hinsicht auf die weitere Entwicklung eine dritte Grundschule. Denn Grafinger- und Berg-am-Laim-Straße seien absolut ausgelastet. „Wir haben immer darauf hingewiesen.“ Doch ein Rückkauf des für eine griechische Schule vorgesehenen Grundstücks an der Hachinger-Bach-Straße gestalte sich problematisch. Obwohl dort zehn Jahre nichts passiert sei und die im Kaufvertrag festgesetzte Frist für die Bauverpflichtung bereits im vergangenen Jahr abgelaufen ist, wollen die Griechen das Areal nicht hergeben. Vertreter der Republik Griechenland hätten erklärt, weiter am Projekt „Griechische Schule in München“ festhalten zu wollen. Der Rückerwerb über den Gerichtsweg mit Athen erscheint Kulzer illusorisch. „Das schafft ganz Europa nicht.“ Der BA-Vorsitzende rief daher auf, aktiv nach einem anderen Standort zu suchen. Und erinnerte ganz nebenbei an das Areal der ehemaligen Unterkunftsanlage an der St.-Veit-Straße, die vergangenen November geschlossen wurde. Derzeit würden Teile des Gebäudes noch als Kälteschutzraum für Wohnungslose zwischengenutzt; die weitere Verwendung der Anlage und des Geländes sei derzeit aber unklar. 

Jubiläen

Am Ende machte der Vorsitzende des Stadtteilparlaments noch auf zwei Jubiläen aufmerksam: Am 15. Juni wird mit einer Festveranstaltung der 75. Geburtstag der Maikäfersiedlung gefeiert. Der Juni wird außerdem zum großen Festmonat anlässlich des 100. Jahrestags der Eingemeindung von Berg am Laim nach München. Das dazu gehörige Festwochenende, unter anderem mit Kulturprogramm, Johannifeuer, Kinderfest, Festumzug und Bürgerfest findet vom 21. bis 23. Juni statt. 

Carmen Ick-Dietl

Auch interessant:

Kommentare