Asylunterkünfte: Wie geht es weiter

Die aktuelle Asylunterkunft an der St.-Veit-Straße in Berg am Laim sollte bereits vor einiger Zeit geschlossen werden – dafür ist geplant, die Flüchtlinge künftig in einer eigens zu schaffenden Ansiedlung von Holzbauten an der Heinrich-Wieland-Straße im Schatten des Ostparks unterzubringen.

So jedenfalls lauten die Planungen der Regierung von Oberbayern, die allerdings derzeit einer Realisierung weiter harren. Der Bezirksausschuss Berg am Laim will deshalb in der Januar-Sitzung des Gremiums detailliertere Informationen abrufen und aus diesem Grund einen kompetenten Vertreter der projektsteuernden Regierung von Oberbayern in den Bezirksausschuss einladen. Ein entsprechender Vorschlag des örtlichen Sozialausschuss-Vorsitzenden Anton Spitlbauer sen. (CSU) fand im Gremium einmütig positiven Widerhall. Spitlbauer sen. selbst wäre wohl auch der ideale Verbindungsmann für ein solch informatives Aufeinandertreffen. Denn der Christsoziale sitzt als Bezirksrat auch im oberbayerischen Bezirkstag. Allerdings sei es nicht so einfach, am Informationsfluss auch wirklich teilzuhaben, so Spitlbauer. „Ich werde aber alle meine Orden in den Ring werfen, damit der BA in der Sache ins Gespräch mit den Verantwortlichen kommt“, versicherte er. Zudem hat man sich im Berg am Laimer Stadtteilgremium auch darauf verständigt, zu Beginn des neuen Jahres die wider Erwarten immer noch bestehende Anlage an der St.-Veit-Straße erneut zu besuchen. Hintergründe Der geplante Ortswechsel im Münchner Osten fußt auf Bestrebungen von Bayerns Sozialministerin Christine Hader­thauer (CSU), die Asylsuchenden künftig nicht mehr derart unterzubringen wie an der St.-Veit-Straße seit Jahren exerziert. Immer wieder drangen Klagen über gravierende Mängel vor Ort auch an das Ohr des Bezirksausschusses. Und auch für die vor Ort initiativen Ehrenamtlichen wie jene der Initiative „Miteinander Leben“ will man eruieren, wie es in Berg am Laim im kommenden Jahr wohl weitergehen wird. Denn die Zeichen sind seit einiger Zeit gegenläufig. Während im Sommer aufgrund der veränderten Planung noch ein Aufnahmestopp für die Einrichtung an der St.-Veit-Straße verhängt wurde, leben dort derzeit nach sicheren Informationen der vor Ort Helfenden wieder mehr als 100 Menschen. Gerade viele neue Flüchtlinge aus Mazedonien mussten zuletzt aufgenommen werden. Dazu gibt es Informationen, dass die Regierung von Oberbayern bereits für das neu avisierte Areal einer ehemals weiteren Asylbewerberunterkunft an der Heinrich-Wieland-Straße derzeit schon Miete zahlt. Dies hat die Regierung von Oberbayern bereits bestätigt – ohne allerdings genaue Zahlen zu nennen. Geklärt werden muss auch, wie es mit der Versorgung der sozialen Dienstleister der Caritas vor Ort weitergeht. Harald Hettich

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