Zu wenig und zu viel

Ampelregelungen an der St.-Veit-Straße in Berg am Laim auf dem Prüfstand

Ampel unbedingt notwendig: Am Schnittpunkt mit der Waldstraße braucht es zur Querung der St.-Veit-Straße mehr Sicherheit. Hier soll eine Lichtzeichenanlage kommen, fordert nicht nur der Bezirksausschuss.
+
Ampel unbedingt notwendig: Am Schnittpunkt mit der Waldstraße braucht es zur Querung der St.-Veit-Straße mehr Sicherheit. Hier soll eine Lichtzeichenanlage kommen, fordert nicht nur der Bezirksausschuss.

Die St.-Veit-Straße südlich der Kreillerstraße war und ist immer wieder im kritischen Fokus der Verkehrsplaner. Reichlich Autoverkehr, Busse, Radler und Fußgänger – dazu noch die Tramlinie 19 – werden immer wieder genau beäugt.  Mit zwei aktuellen Vorhaben des Kreisverwaltungsreferats (KVR) der Stadt in diesem Bereich kann der örtliche Bezirks- ausschuss aber gut leben.

Begrüßt wird besonders die Absicht des KVR, womöglich den gesamten Kreuzungs- bereich von St.-Veit-Straße und Waldstraße umzubauen. Hintergrund: Der Schnittpunkt liegt direkt vor jenem Grundstück der früheren Flüchtlingsunterkunft St.-Veit-Straße, auf dem bald schon eine neue vier- bis fünfzügige Grundschule für den Stadtteil entstehen soll. Zudem ist am Michaelianger im Umgriff auch noch ein neues Gymnasium geplant (HALLO berichtete). Die KVR-Planer hat dies offenbar zum Umdenken und Einlenken gebracht. Denn bisherige Forderungen des Bezirksausschusses (BA), in diesem Abschnitt eine Ampel-Querung oder wenigstens einen Zebrastreifen einzurichten, waren von der Stadtbehörde regelmäßig nicht erhört worden. Nun teilte das KVR dem Gremium mit, man habe bislang „nicht gewusst“, dass im Umgriff Schulen entstünden. In Absprache mit dem Referat für Bildung und Sport seien nun Verbesserungen angestrebt. Auch werde man den gesamten Kreuzungs- bereich auf Sicht unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls umbauen. Hier seien viele Abstimmungen nötig. Im BA kam der neue Aktionismus gut an. Man will eng in die Planungen involviert sein und an einer Ampelforderung in jedem Fall festhalten.

Weniger einschneidend, aber für die örtlichen Pkw-Pendler umso hilfreicher ist eine geplante verkehrliche Neuerung unweit nördlich. An der von Norden in Richtung Josephsburgstraße verlaufenden St.-Veit-Straße soll im Kreuzungsschnittpunkt künftig ein Grünpfeil das Rechtsabbiegen von der St.-Veit-Straße auf die Josephsburgstraße erleichtern und den Rechtsabbiegestrom nicht mehr an die Ampelschaltung binden. Gleiches ist auch gegenüber geplant. Wer etwa aus der Gronsdorfer- und der östlichen Josephsburgstraße nach Norden auf die St.-Veit-Straße einbiegt, soll ebenfalls per Grünpfeilregelung individuell einfahren dürfen und nicht mehr die entsprechende Ampelschaltung abwarten müssen. Bislang gilt noch für alle Verkehrsteilnehmer dort „Rot“, wenn die Straßenbahn naht und über diesen Kreuzungsschnittpunkt fährt. Ein Bürger hatte die beschriebene Neuerung gefordert, weil die beiden beschriebenen Richtungsfahrten nicht mit der Tramstrecke kollidieren. Ein sinnvolles Ansinnen, attestierte nach der Polizei auch der Bezirksausschuss. 

Harald Hettich

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare