Philharmonie in Freiham?

Ein Saal – sein Traum

Ein Konzertsaal für Freiham: Bauunternehmer Bernd Griesinger (Foto) möchte im Münchner Westen eine Musikhalle mit 2000 Sitzplätzen errichten. Die Kosten schätzt er auf rund 100 Millionen Euro.

Ausweichquartier für Philharmonie in Freiham? Bauunternehmer möchte Konzerthalle errichten

Bernd Griesinger (42) hat einen Traum: Gen Sternenhimmel möchte der Neurieder blicken, wenn er dem Münchner Knabenchor lauscht – und das im eigenen Konzertsaal! Ein Traum, der bald Realität werden könnte, denn auch die Stadt liebäugelt mit dem Projekt. „Ab 2020 wäre das ein sehr interessantes Ausweichquartier für die Philharmonie, wenn der Gasteig renoviert wird“, sagt Max Leuprecht, Bürochef von Kulturreferent Hans-Georg Küppers (SPD). „Ob wir dort aber als Betreiber fungieren, kann ich nicht beantworten.“

Bernd Griesinger sorgt jedenfalls für Aufsehen – mit einem

fertigen Konzertsaal-Konzept (Visualisierung) bewirbt er sich für den Kauf eines Grundstücks in Freiham: Bis 2018 möchte der Bauunternehmer dort für rund 100 Millionen Euro eine Musikhalle mit 2000 Sitzplätzen errichten.

Die Idee zu dem Projekt entstand, als seine Frau für den Münchner Knabenchor Räume suchte. „Meine Kinder singen dort mit“, sagt der Geschäftsführer des Unternehmens Stauch. „Als wir merkten, wie schwierig es ist, einen bezahlbaren Saal zu finden, dachten wir uns: Warum nicht selber einen bauen?“

Das Grundstück in Freiham sei dafür prädestiniert, liege es doch am S-Bahn-Halt. „Dort ist fast keine Wohnbebauung vorgesehen“, sagt Griesinger. „Bei Open-Air-Veranstaltungen stören wir nicht.“ Das Gebäude soll ein Glasdach bekommen, das geöffnet werden kann.

„Mit unserer Hausbank haben wir alles durchgerechnet“, sagt

Griesinger. Voraussetzung für eine Finanzierung seien langfristige Mietverträge. Darin sieht der Bauunternehmer kein Problem: Die Philharmonie brauche bald ein Ausweichquartier und der Bayerische Rundfunk (BR) benötigt einen Saal für sein Symphonieorchester. Der BR reagiert auf seiner Homepage eher verhalten. „Sein Saal sieht laut Plan zwar eine Nutzung für klassische Musik vor, aber auch für Tagungen, Theater- und Musicalaufführungen“, sagt BR-Konzertsaal-Expertin Antje Dörfner. „Da sehe ich die Gefahr, dass es dann eben doch kein wirklich erstklassiger Konzertsaal für klassische Musik wird.“ Marie-Anne Hollenz

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