Die Zukunft der MRG bleibt gesichert

Die MRG (Maßnahmeträger München Riem Gesellschaft) ist hundertprozentige Tochter der GBWAG Bayerische Wohnungs-Aktiengesellschaft und somit Teil des Bayern Landesbank-Konzerns. Wie kürzlich bekannt wurde, strebt die Landesbank bis 2013 wohl den Verkauf der GBWAG an. Die Maßnahmeträgerschaft der MRG allerdings ist laut deren Geschäftsführer Franz Aichele bis zum Ende der Messestadt-Errichtung gesichert.

Die MRG ist eine feste Größe beim Projekt Messestadt Riem. Für sämtliche Infrastruktureinrichtungen wie Straßen, Schulen, Kindertagesstätten, Park und See zeichnet die MRG verantwortlich. Im Auftrag der Stadt hat das Unternehmen dies alles erstellt und wird auch weiterhin städtische Erschließungsaufgaben im neuen Viertel übernehmen. 1994 schloss die Stadt den Vertrag über die Maßnahmeträgerschaft der MRG für die Errichtung der Messestadt Riem. Ein festes Laufzeit-Ende hat das Papier laut MRG-Geschäftsführer Franz Aichele nicht. „Man ging davon aus, dass die Maßnahmeträgerschaft rund 20 Jahre notwendig ist“, so Aichele auf Anfrage der HALLO-Redaktion. Vorfinanzierung gelöst Mit dem Modell MRG schlug die Stadt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen löste sich das Problem der Vorfinanzierung für das gigantische Projekt Messestadt mit Landschaftspark, zum anderen mussten städtische Personalressourcen nicht auf 20 oder mehr Jahre gebunden werden. Beides läuft über die MRG, die eine hundertprozentige Tochter der GBWAG und somit Teil des Bayern Landesbank-Konzerns ist. Nun allerdings wurde bekannt, dass die wegen der Finanzkrise angeschlagene Bayerische Landesbank sich künftig aufs Kerngeschäft konzentrieren und Segmente des Unternehmens abstoßen will. Es wurden wohl EU-rechtliche Wettbewerbsvorschriften tangiert, weil die Staatsregierung die in Schieflage geratene Landesbank stützen musste. Wahrscheinlich wird die EU-Kommission nun Auflagen erteilen, in deren Konsequenz die Landesbank nicht zum Kerngeschäft zählende Beteiligungen abstoßen muss. Dazu gehört auch die GBWAG und damit die MRG. Laut Franz Aichele hat die Stadt aber vorgesorgt: „Die Landesbank hat mit der Stadt einen Bestandsgarantievertrag abgeschlossen. Im Falle eines Verkaufs der GBWAG fällt die MRG an die Landesbank oder eine Gesellschaft, die mehrheitlich der Landesbank gehört. So hat man sicherstellen wollen, dass die MRG-Maßnahmeträgerschaft wie vorgesehen beendet werden kann.“ Mindestens bis 2014 So kann die MRG mit ihren Beschäftigten weiter am Entstehen der Messestadt arbeiten. Vor 2014 wird die Maßnahme sicher nicht beendet sein und wenn – was durchaus möglich ist – weitere Aufgaben, wie beispielsweise die Neustrukturierung des Gewerbegebiets Rappenweg anfallen, könnte die MRG, welcher der als Aufsichtsgremium fungierende Riembeirat kompetentes und sehr wirtschaftliches Handeln attestiert, auch länger gebraucht werden. Gabriele Mühlthaler

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