7 Wochen anders leben

„Wärmer als Warm. Forscher prophezeien noch drastischeren Klimawandel:“ So konnte man es in den letzten Tagen in der Tagespresse lesen. Seit einiger Zeit sind sich die Forscher einig, dass die vom Menschen verursachten Emissionen Auswirkungen auf das Klima haben. Seit Jahren gehen die Gletscher zurück, die Polkappen schmelzen ab. Sichtbare Zeichen größerer Veränderungen des Klimas.

„Da sollen doch mal die anderen Länder ihre Dreckschleudern abschalten und endlich weniger die Umwelt belasten.“ Äußerungen dieser Art sind immer wieder zu hören und legen den Finger mit Recht in eine große Wunde. Manch alte Anlagen erzeugen Strom und Wärme mit unnötig hohen Schadstoffbelastungen. Genau so stimmt das Argument mancher unterentwickelter Nationen, dass in den Industrieländern die Umweltbelastungen pro Kopf deutlich höher sind, weil dort der durchschnittliche Lebensstandard hohe Belastungen zur Folge hat. Für das Überleben der Welt hilft es nichts, den schwarzen Peter umherzuschieben. Wenn die Menschen etwas erreichen wollen, müssen sie sich gemeinsam engagieren und endlich Ernst machen mit dem Willen zur Reduzierung der Emissionen. Christen sind besonders gefordert: „Wir können nicht im Chorgebet unseren Gott als Schöpfer preisen und zugleich seine Schöpfung zerstören“, erklärte der jetzige Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, seine Liebe zur Schöpfung. Gute Gelegenheit Eine gute Gelegenheit ist die Zeit vor Ostern. Für Christen ist es seit langem gute Tradition, in den Wochen vor einem großen Fest eine Zeit des bewussten Lebens vorzusehen. Traditionell wurde in dieser Zeit auf üppiges Essen verzichtet und so gefastet. Zugleich achtete man besonders auf das Wohlergehen der Mitmenschen und tat manches Werk der Barmherzigkeit: Man spendete für die Armen, besuchte Kranke oder versuchte sich mit Menschen wieder zu versöhnen. In diesem Jahr lädt die Pfarrei St. Franz Xaver dazu ein, das eigene Leben anzuschauen und zu überlegen, ob der eigene Lebensstil in Ordnung ist. Wärme, Lebensmittel, Strom, Mobilität und Einkaufen sind die Themen der fünf Fastensonntage. An jedem Sonntag gibt es Informationen zum Thema der Woche und die Werktage können dann für kleine Veränderungen genutzt werden. Die Erfahrungen in den letzten Jahren waren immer wieder sehr positiv: „Beim Autofahren komme ich jetzt mit gut einem Liter weniger aus“, erklärte ein passionierter Autofahrer. „Bei der letzten Dienstreise bin ich nach Berlin mit dem Zug gefahren. Früher war das undenkbar!“ Aus dem gewohnten Alltag aussteigen und neues ausprobieren, das können die Truderinger in den sieben Wochen vor Ostern. Tipps und Ideen erhalten sie bei einem Infoabend am Mittwoch, 4. März, um 20 Uhr im Pfarrheim St. Franz Xaver an der Sonnenspitzsstraße neben der Kirche. Der Eintritt ist frei, nur aufraffen muss man sich selbst.

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