Wenig Konkretes zur Kinderbetreuung

„Die Stadtschulrätin hat meine Fragen leider nicht umfassend beantwortet“, schimpft der Truderinger Stadtrat Hans Podiuk über die Antwort auf seine Anfrage zur Kindertagesbetreuung in Trudering.

„Ich kann wohl die große Spreizung bei der Versorgung mit Betreuungsplätzen in den einzelnen Planungsbereichen erkennen und feststellen, dass z.B. in Kirchtrudering der Versorgungsgrad mit Kindergartenplätzen mit 67 Prozent weit unter dem städtischen Durchschnitt liegt. Welche Auswirkungen dies jedoch für die Familien hat und welcher tatsächliche regionale Bedarf gegeben ist, ist nicht dargestellt.“ Obwohl der Hortversorgungsgrad in den letzten Jahren wesentlich gesteigert werden konnte, habe Trudering hier – wie aus den Schreiben der Eltern deutlich hervorgehe – noch eine große Lücke und einen ständig steigenden Bedarf. Für den Krippenbereich könnten gar keine Zahlen genannt werden. Die Beantwortung seiner Anfrage zeige wieder, dass das Thema Kinderbetreuung immer noch nicht mit der notwendigen Priorität behandelt werde. Die Stadtverwaltung und die rot-grüne Stadtratsmehrheit gingen noch zu wenig sensibel mit den Sorgen der Eltern um. Dass man bezüglich der bedarfsdeckenden Versorgung auf eine neue Prognose des Planungsreferates, die im Juni veröffentlicht wird, warten müsse, werde mit Schreiben vom 7. Juli mitgeteilt. Die Verantwortung werde wie eine heiße Kartoffel zwischen den Referaten hin und her geschoben. Konkrete Aussagen fehlten, wieder einmal herrschten die Nebelschwaden vor. „Der Höhepunkt ist jedoch“, so Podiuk weiter, „dass sich das Sozialreferat bemüht, bis 2013 den Ausbau der Krippenplätze soweit voranzutreiben, dass der gesetzliche Anspruch gewährleistet werden kann. Bis dahin muss der bedarfsgerechte Ausbau vollzogen sein. Bemühungen alleine reichen nicht aus.“ Alles in allem seien die Aussagen kein Trost für die Familien, die jetzt einen Betreuungsplatz für ihre Kinder brauchen. Die Hoffnung auf baldige Abhilfe können sie nach Ansicht Podiuks vergessen.

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