Viel Müll und Schäden am Spielplatz

Den Spielplatz südlich des Truderinger Bürgerzentrums haben Jugendliche als Treffpunkt entdeckt. Nach alkoholträchtigen Feiern an Abenden und Wochenenden hinterlassen sie Scherben und Müll. Die Jugendbeamten der PI 25 wissen von dem Treiben, konnten bisher aber niemand in flagranti erwischen.

Spielplätze gibt es allerorten im 15. Stadtbezirk und in anderen Münchner Vierteln. Für Jugendliche aber sorgt die Stadt kaum vor – überdachte Treffpunkte in Parkanlagen oder an sonstigen, geeigneten Plätzen fehlen. Dieses Manko können auch die beiden Kinder- und Jugendtreffs in Trudering-Riem-Messestadt nicht wettmachen, denn nicht immer ist den Heranwachsenden nach Programm. Weil geeignete Treffpunkte fehlen, weichen die Teenies auf Spielplätze oder an andere Orte aus, wo sie oft negativ auffallen. Ein Truderinger wandte sich jetzt wegen des Spielplatzes südlich des Kulturzentrums an die HALLO-Redaktion und beklagte die großflächige Vermüllung und Verwüstung der Grünanlage. „Der Spielplatz hat sich zum Treffpunkt einer immer größer werdenden Anzahl Jugendlicher entwickelt, was ja eigentlich nicht weiter schlimm wäre. Nun ist es aber so, dass sich die Leute an der nahe gelegenen Tankstelle mit großen Mengen Bier, Wodka und ähnlichem versorgen. Irgendwann scheinen dann die Schranken zu fallen“, meint der Mann. Gefährlicher Stromverteiler Besonders gefährlich sei der zerstörte Verteilerkasten, in dem Strom führende Kabel auch für Kinder frei zugänglich seien. Der Truderinger meint, die Situation sei eskaliert, als die PI 24 von Trudering in die Messestadt verlegt worden sei. „Ich habe einen in diesem Revier Dienst habenden Beamten auf das Problem angesprochen. Er meinte, die Kollegen seien überlastet“. Den Geldbeutel, den er zwischen dem Müll gefunden habe, werde er dennoch zur PI 25 bringen. „Er enthielt die Papiere einer 14-jährigen Schülerin, allerdings offen und ohne Bargeld. Da sich vermuten lässt, dass diese Börse gestohlen wurde, scheint es sich zumindest bei einem Teil der Jugendlichen nicht um liebe Kinder zu handeln“, vermutet der Truderinger. Die Jugendbeamtin der PI 25, Ute Sommer, erklärte auf Nachfrage der HALLO-Redaktion, man wisse schon vom Treiben auf dem Spielplatz. „Wir haben bereits Einsätze gehabt. Es ist aber schwierig, wir haben die Jugendlichen nicht angetroffen.“ Zweimal hätten Kollegen lärmende Jugendliche ermahnt, sonst sei nichts Großartiges vorgekommen. Vielleicht, so meint Ute Sommer, handle es sich um die Jugendlichen, die zuvor auf dem Parkplatz des McDonald’s ihre Treffen abgehalten hätten. Dort hätten sie Hausverbot bekommen und sich möglicherweise einen anderen Ort gesucht. Ute Sommer will an der Sache dranbleiben, auch wenn die Kids während der kommenden, kalten Jahreszeit wohl weniger Lust auf Feiern im Freien haben dürften. Dem städtischen Baureferat liege bisher keine Beschwerde vor, teilte dessen Sprecherin Dagmar Lezuo auf Anfrage der HALLO-Redaktion mit. Eine Ortsbesichtigung in der vergangenen Woche habe ergeben, dass beide Spielplätze in sauberem und gutem Zustand seien. Im Bereich der Steinfelsen hätten sich Zigarettenkippen und Scherben gefunden, was auf eine Nutzung durch Jugendliche hinweise, so Lezuo. Mittelfristig sei eine Erweiterung und damit Verbesserung des Angebots für Jugendliche angedacht. „Das würde zu einer Verbesserung der beschriebenen Situation beitragen“, betonte Lezuo. Es werde auch untersucht, ob das Problem durch kleinere, bauliche Eingriffe entschärft werden könne. Gabriele Mühlthaler

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