Verbreiterung der Markgrafenstraße auf 14,5 Meter geplant

Der Realisierungswettbewerb für das Gymnasium an der Markgrafenstraße ist eingeläutet. Architektenbüros sind gefragt, ihre Vorschläge für das anspruchsvolle Raumprogramm auf dem relativ knappen Areal zu entwickeln. Geplant ist auch eine Verbreiterung der Markgrafenstraße entlang des Schulgrundstücks, da nicht nur Schüler und Lehrer zum Gymnasium gelangen müssen, sondern auch Nutzer der 1000 Tribünenplätze in der künftigen Dreifachsporthalle.

Das künftige Gymnasium Ecke Markgrafenstraße/Friedenspromenade ist verkehrlich denkbar schlecht angebunden. Dies sehen wohl nicht nur die Truderinger Bezirksausschuss-Politiker so, sondern auch die städtischen Planer. Immerhin sollen nicht nur Schülerinnen und Schüler der vierzügig geplanten Schule einigermaßen komfortabel zum Unterricht gelangen, sondern auch die Nutzer der Dreifachsporthalle mit 1000 Zuschauerplätzen. So ist im Umgriffsplan für den Realisierungswettbewerb das Profil der derzeit zehn Meter breiten Markgrafenstraße entlang des Schulgrundstücks auch deutlich ausgeweitet. 14,50 Meter breit soll die Straße nach Vorgaben der Stadtplaner in diesem Bereich werden. Genügend Parkraum? Ob damit genügend Parkraum für die zu erwartenden Busse geschafft werden kann, die bei Punktspielen oder bayernweiten Schulmeisterschaften Sportler und Zuschauer zur Dreifachhalle bringen werden, darf bezweifelt werden. Zusätzliche Parkplätze werden wohl nötig sein. Immerhin könnte die Halle an der Markgrafenstraße gut frequentiert werden, denn Sporthallen mit Zuschauertribünen sind rar in München. Zudem fordern die Sportverbände für Meisterschaftsspiele der Verbandsligen eine Mindestplatz-Anzahl für Zuschauer. Bei Hockey-Meisterschaftsspielen sind das 500 Plätze, bei Volleyball-Bundesligaspielen 1000. Die gleiche Anzahl an Zuschauerplätzen müssen bei Spielen der 2. Basketball-Bundesliga vorhanden sein. Bedarf vorhanden „Diese Vorgaben sind mit ausschlaggebend, dass das Sportamt beim Bau des Gymnasiums in Trudering eine Tribüne für 1000 Personen anstrebt“, schrieb das Schulreferat in seiner inzwischen beschlossenen Stadtratsvorlage. Dass das Tribünenangebot in Hallen in der Vergangenheit genutzt wurde, zeigt eine Erhebung des Sportamts: Für die Herren-Basketball-Mannschaft des FC Bayern müsste nach deren Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga PRO A eigentlich eine Halle mit 1000 Plätzen nachgewiesen werden. Nur mit Ausnahmegenehmigung durfte der Verein die Halle an der Säbener Straße nutzen, die über 860 genehmigte Plätze verfügt. Immerhin waren beim Heimspiel der Hinrunde 2008/09 fast 900 Zuschauer zugegen und bei drei weiteren Begegnungen noch deutlich mehr. Die Halle mit 1000 Tribünenplätzen an der Friedenspromenade wird also dringend benötigt, auch wenn die verkehrliche Anbindung für viele Nutzer kaum schlechter sein könnte. Realisierungswettbewerb Der Realisierungswettbewerb für das Gymnasium ist nun eingeläutet. 21 Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros können sich bewerben, sechs davon wurden im Vorfeld von der Stadt ausgewählt. Bis zur 23. Kalenderwoche müssen die Planungsvorschläge eingereicht werden, im Juli tagt dann das Preisgericht. Die Preissumme liegt bei 170.000 Euro. Es sollen fünf Preise vergeben und zwei Ankäufe getätigt werden. Gabriele Mühlthaler

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