Vaterstettener Frauenpower

Erwa

rtungsgemäß nimmt die Vaterstettener Europaabgeordnete, Dr. Angelika Niebler, den zweiten Platz der CSU-Liste für die Europawahl am 7. Juni ein. Sie ist nicht die Einzige aus der Großgemeinde im Osten Münchens, die künftig im Europaparlament sitzen könnte. Auch Monika Hohlmeier schaffte den Sprung auf einen aussichtsreichen Listenplatz. Niebler erhielt auf der Delegiertenversammlung der CSU in München am Samstag 95 Prozent der Stimmen – ohne Gegenkanditaten. Sie war als Spitzenkandidatin des CSU-Bezirksverbandes Oberbayern und des Landesverbandes der Frauen-Union bei der Listenaufstellung ins Rennen gegangen. Die Vaterstettenerin gehört seit 1999 dem Europäischen Parlament an. Vaterstetten ist aber nicht nur durch die langjährige Europapolitikerin an prominenter Stelle auf der CSU-Liste präsent, obwohl die Arithmetik der Platzverteilung nach Regierungsbezirken dies eigentlich unmöglich macht. Vier Plätze hinter ihr kandidiert Monika Hohlmeier, die mit ihrer Familie noch in Vaterstetten lebt. Allerdings tritt die ehemalige bayerische Kultusministerin zur Europawahl als Spitzenkandidatin des CSU Bezirksverbands Oberfranken an, wohin sie auch ihren (Erst)Wohnsitz verlegen wird. Hohlmeier schaffte bei der Landtagswahl nach 18-jähriger Abgeordnetentätigkeit aufgrund des schlechten Wahlergebnisses der CSU nicht mehr den Sprung in den bayerischchen Landtag. Ihre überraschende, von Ministerpräsident Horst Seehofer unterstützen Kandidatur für die Europawahl, sorgte für heftige innerparteilich Diskussionen – auch, weil sie zeitweise als Listenführerin der gesamten CSU-Europaliste im Gespräch war. Mit entsprechender Spannung wurde die Nominierungsversammlung verfolgt: In einer Kampfabstimmung setzte sich die Strauß-Tochter am Samstag in München auf Platz sechs klar gegen die Europaabgeordnete und Vorsitzende der CSU-Sozialausschüsse, Gabriele Stauner, durch. – A.S. –

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