Vaterstetten wird Notinsel

Der Schulweg birgt Risiken, und Angst gehört für viele Kinder zum Alltagsleben dazu. Gefahren durch gleichaltrige Jugendliche, sozial auffällige Personen und ausländerfeindliche Gruppen können Kinder möglicherweise bedrohen. Die Stiftung „Hänsel+Gretel“ hat 2002 das Projekt Notinsel initiiert und überträgt es seitdem bundesweit auf Städte, Gemeinden und Landkreise. Die Gemeinde Vaterstetten ist der 130. Teilnehmer und führte die Notinsel zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 ein. Partner ist die Raiffeisenbank Zorneding eG. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat Bürgermeister Robert Niedergesäß übernommen.

Kinder in Angst brauchen Schutz. Alle Geschäfte mit dem „Notinsel“-Zeichen an der Tür bieten Kindern Zuflucht. Beteiligte Geschäfte setzen darüber hinaus ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz und gegen potenzielle Täter. Neben den flächendeckend geplanten Anlaufstellen für Kinder in der Gemeinde Vaterstetten hat die „Notinsel“ vor allem auch eine wichtige Präventivfunktion. Mit Beginn des neuen Schuljahres 2009/2010 startete das Projekt mit nahezu 40 Geschäften und Apotheken sowie Bankfilialen. Die unterstützenden Geschäfte, Banken, Apotheken und andere Partner kennzeichnen sich an ihrer Tür als Notinsel. Damit signalisieren sie Kindern ihre Hilfsbereitschaft und verpflichten sich selbst zum Hinsehen und Handeln in Notsituationen. Die Mitarbeiter erhalten eine Handlungsanweisung, die genau beschreibt was im Ernstfall zu tun ist. „Das Projekt bietet nicht nur Zufluchtsorte für Kinder, sondern regt auch die Diskussion zum Schutz unserer Kinder an“, so Bürgermeister Robert Niedergesäß, bei der Vorstellung des Projekts am Mittwoch vergangener Woche. Lehrer, Erzieher und Eltern sollen motiviert werden, mit den Kindern über mögliche Gefahren zu sprechen und ihre Kinder vorzubereiten.

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