Es herrscht Unsicherheit

BA wünscht Infoveranstaltung zum Umbau des Truderinger Ortskerns

Über den aktuellen Stand der Planungen zur Aufwertung des Truderinger Ortszentrums sollen die Bürger informiert werden. Das wünscht sich der BA.
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Über den aktuellen Stand der Planungen zur Aufwertung des Truderinger Ortszentrums sollen die Bürger informiert werden. Das wünscht sich der BA.

Der Truderinger Ortskern soll attraktiver werden. Seit Jahren beschäftigt sich die Münchner Gesellschaft für Stadtsanierung (MGS) im Rahmen des Aktive-Zentren-Programms mit diesem Thema. Nun fordert der Bezirksausschuss (BA) eine Infoveranstaltung für die Truderinger, in der über den aktuellen Sachstand von Planung und Umbau berichtet wird.

„Unter der Bevölkerung herrscht Unsicherheit über den aktuellen Stand der Planungen und Veränderungen, die Anlieger durch Grundstückstausch, Abriss von Gebäuden, Verlegung von urbaner Infrastruktur und Rodung von Bäumen betreffen“, begründete SPD-Sprecherin Maren Salzmann-Brünjes ihre Forderung nach einer Infoveranstaltung. „Die Gerüchteküche brodelt“, so Salzmann-Brünjes.

Wie berichtet, basteln die städtischen Planer vor allem an einer Verkehrsberuhigung der Truderinger Straße. „Wir können den Verkehr nicht wegzaubern, wir können aber die Truderinger Straße weniger komfortabel machen, damit die Leute nicht mehr durchfahren, wenn sie da nichts zu tun haben“, hatte die städtische Verkehrsplanerin Maria Greis den Truderingern vor zwei Jahren erklärt. Vorrangiges Ziel: Von den insgesamt 16.000 Autos, die derzeit täglich im Ortskern unterwegs sind, nutzen 8000 den Bereich nur zur Durchfahrt; diese 8000 Autos sollen künftig auf andere Wege gelenkt werden. Die Planer stellen sich dafür eine Fahrbahn vor, die nur noch eine Spur je Fahrtrichtung ohne extra Bushaltebuchten ausweist. Auch ein Tempolimit von 20 oder 30 Stundenkilometern ist im Gespräch. Sollte der Stadtrat dieses Konzept absegnen, hoffen die Verkehrsplaner darauf, dass die Autolenker künftig lieber über Baumkirchner- und St.-Veit-Straße zur Kreillerstraße fahren, als durch Truderinger- und Bajuwarenstraße. Über dies und Auswirkungen der noch nicht beschlossenen, aber möglicherweise notwendigen Umsiedlung von Feuerwehr und BRK, sollen die Truderinger laut Bezirksausschuss-Wunsch informiert werden.

Einen Antrag zum Ortskern hat auch Stephanie Bachhuber (FDP) eingebracht. Sie wünscht sich im Rahmen der Ortskern-Aufwertung Linksabbiegeverbote für Fahrzeuge, die von Bognerhof- und Lehrer-Götz-Weg zur Truderinger Straße wollen. Kritisch sahen das Gerhard Fuchs und Michael Welzl (beide SPD) angesichts des großen Einkaufszentrums zwischen Bognerhof- und Schmuckerweg. Dort streben Kunden zu zwei großen Supermärkten, einem Discounter, zwei Biomärkten, einem Drogeriemarkt und einem Tierbedarfs-Fachgeschäft. „Es wird dann mehr Verkehr auf der Hafelhofstraße zum Schmuckerweg geben“, so Welzl.

Während Herbert Danner (Grüne) Bachhubers Antrag unterstützte, beschloss der BA letztlich, diesen zur Prüfung weiterzuleiten.

Gabriele Mühlthaler

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