Hitzefrei

Wochenlanger Unterrichtsausfall nach Brand

Die Rauchwolken steigen aus der Tiefgarage des Gymnasiums auf.
+
Die Rauchwolken steigen aus der Tiefgarage des Gymnasiums auf.

Ein Feuer in der Tiefgarage des Truderinger Gymnasiums hat am Freitag für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Der Sachschaden ist enorm. Wann an der Schule wieder Unterricht stattfinden kann, ist noch unklar. Fest steht jedoch die Brandursache.

Schock am Truderinger Gymnasium: 600 Schüler mussten am vergangenen Freitag aus ihrer Schule evakuiert werden, weil in der Tiefgarage mehrere Autos in Brand geraten waren. Drei Schüler erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und kamen zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus. Auch zwei Feuerwehrleute kollabierten bei den Löscharbeiten und mussten in die Klinik.

Grund für das Feuer war laut Polizei der Wagen einer Lehrerin. Die Frau hatte ihren Wagen in die Tiefgarage gefahren und dann einen leichten Brandgeruch wahrgenommen. Sie informierte den Hausmeister und beide stellten fest, dass es stark aus dem Motorraum rauchte und das Fahrzeug zu brennen begann. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatten die Flammen drei weitere Fahrzeuge erfasst und diese massiv beschädigt.

Wann an der Schule wieder normaler Unterricht stattfinden kann, ist bislang noch unklar. „Der Schaden am Bauwerk kann erst in ein paar Tagen bewertet werden, wenn die havarierten Fahrzeuge aus dem Gebäude gebracht werden dürfen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Die abschließende Untersuchung der Gutachter, die für die Schadensregulierung zuständig seien, müsse noch abgewartet werden; erst dann könnten die Sanierungsarbeiten beginnen. Deren Dauer sei heute nicht abzusehen, fest stehe aber schon jetzt: „Durch den Brand wurde die Haupttrasse aller elektrischen Versorgungseinrichtungen für Strom, EDV und Telekommunikation stark beschädigt.“

Der Unterricht soll jedoch an anderen Standorten möglichst bald wieder aufgenommen werden, zumindest in eingeschränkter Form. Die Versorgung von Kindern mit Betreuungsbedarf werde sichergestellt. Angedacht ist beispielsweise, die Kinder an Gymnasien der Umgebung unterzubringen, in denen aufgrund des Weggangs der diesjährigen Abiturienten Räume frei geworden sind. Aber auch andere Schulen – etwa Grund-, Berufs- oder Realschulen im näheren Umkreis würden geprüft. Die Schulleitung hält Eltern und Schüler derweil per E-Mail auf dem Laufenden. Auch der Lehrplan werde entsprechend gestaltet: Es solle mehr außerschulische Angebote wie Exkursionen und Kunstprojekte geben, dazu eine digitale Lernplattform.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Warum ich mir manchmal wünschte, Motzi wäre ein Tamagotchi
Warum ich mir manchmal wünschte, Motzi wäre ein Tamagotchi

Kommentare