Ausbau des Radwegs in Trudering

Verwirrender Radweg über Mitterfeld-Brücke

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Der „vorläufige Ausbau“ des Radwegs über die Autobahnbrücke „Am Mitterfeld“ ist abgeschlossen. Ob Radler in Trudering nun sicherer unterwegs sind, ist zumindest zweifelhaft.

Sie ist schmal, zu Hauptverkehrszeiten stark frequentiert und für Radler die kürzeste Verbindung zwischen Riem und Trudering – die Brücke, auf der die Straße „Am Mitterfeld“ die A94 quert. Die Freude war groß, als 2014 bekannt wurde, dass die Stadt die Radwege ertüchtigen und mittelfristig auf der Westseite eine Fuß- und Radwegbrücke andocken will. Viele Riemer nutzen nämlich das Rad, um zu den Supermärkten in Trudering zu gelangen, die in ihrem Viertel fehlen. „Die Maßnahmen für den vorläufigen Ausbau des Radwegs über die Autobahnbrücke Am Mitterfeld sind abgeschlossen“, teilte das Baureferat auf HALLO-Anfrage mit.

Was jetzt errichtet wurde, soll einmal als Rampe für die künftige Radlbrücke dienen. Die Nutzer jedoch sind verunsichert. „Es fehlt eine Beschilderung, ob und wie die neuen geteerten Rad- oder Fußwege benützt werden dürfen. Der östliche Weg ist nur als Fußweg beschildert, also müssen Radler auf die Straße fahren“, klagte eine Riemerin auf der jüngsten Truderinger Bezirks- ausschuss-Sitzung. Auf der Westseite fehlten die Schilder ganz. „Darf man hier Radfahren, eventuell in beide Richtungen? Dies ist auf der Brücke sehr gefährlich, weil es oben für Gegenverkehr mit Fahrrad extrem eng wird“, so die Frau. Inzwischen allerdings stehen die Schilder für Radler, die von Nord nach Süd fahren wollen. Auch sie dürfen auf der Brücke nicht auf dem Gehsteig fahren. Von den neuen breiten Auffahrtsrampen müssen die Pedalritter demnach aus beiden Richtungen vor der Steigung auf die Fahrbahn wechseln. „Das ist sehr gefährlich, denn manche Autos fahren extrem nahe an den Radfahren vorbei. Es ist sehr ärgerlich, als Radler von manchem Autofahrer beschimpft und angehupt zu werden, weil ja zwei Radwege vorhanden seien und man trotzdem die Straße nutze“, berichtete die Riemerin.

Laut Baureferat wird derzeit nach einer Möglichkeit gesucht, zumindest den westlichen Fußweg für Radler zu öffnen. Bis die geplante Radl- brücke realisiert wird, wird noch einige Zeit ins Land gehen, da sie nur in Prioritätenklasse 2 eingestuft ist. Stadt, Autobahndirektion Südbayern und die Maßnahmenträger München Riem GmbH (MRG) führen derzeit Abstimmungsgespräche zum weiteren Vorgehen, für das der Stadtrat schon vor drei Jahren grünes Licht gegeben hatte.

gm

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