Neuer Beirat in Haar für Gleichstellung, Integration und Teilhabe

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Der Keferloher Montag bietet auch in 2019 wieder volles Programm

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Kühles Bier, heiße Reden und jede Menge Nachbarschaft

Truderinger Festwoche mit Spitzenpolitikern Manfred Weber und Sigmar Gabriel

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Große Politik – und große Stimmung im Zelt, das Erfolgsrezept der Truderinger Festwoche.

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch die große Politik nach Trudering. Traditionell bietet die Festwoche (Programm rechts) auch Spitzenpolitikern eine willkommene Bierzelt-Bühne. Manchmal erfährt Trudering dann sogar weltweit Aufmerksamkeit. Wie vor zwei Jahren, als Angela Merkel in der ihr eigenen Art Richtung US-Präsident Donald Trump sagte: „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei, das habe ich in den letzten Tagen erlebt.“

Auch dieses Jahr spielt die Politik eine große Rolle, denn die Truderinger Festwoche bettet 2019 die Europawahl ein. Und ein wenig pikant ist es schon, dass die CSU am Samstag (vor der Wahl) einen großen Auftritt für Europa-Spitzenkandidat Manfred Weber bekommt, der bekanntlich beste Aussichten hat, der nächste EU-Kommissionspräsident zu werden. „Der Münchner Osten ist Heimat des großen Wahlkampf-Finales bei dieser Europawahl: Am Freitag mit der Schlusskundgebung von CSU, CDU und Europäischer Volkspartei im ICM der Messe München und am Samstag typisch bayerisch im Truderinger Festzelt“, sagt CSU-Generalsekretär Markus Blume. Die SPD schickt mit Sigmar Gabriel zwar ebenfalls einen großen Namen ins Rennen, doch das ehemalige Schwergewicht der deutschen Politik darf erst am Montag auf die Bühne, wenn das Rennen um Europa Geschichte ist.

Für das interessierte und bierselige Volk im Zelt könnte das Timing allerdings kaum besser sein. Weber und CSU-Generalsekretär Markus Blume werden einen zugespitzten Wahlkampf bieten. Und Sigmar Gabriel ist weit genug von der eigenen Partei entfernt, um das Ergebnis seiner Partei am Tag nach der Wahl pointiert und ohne Rücksicht auf (Stimmen-)Verluste zu kommentieren. Langweilig wird der politische Teil der Festwoche also bestimmt nicht. Zur Erinnerung: Vergangenes Jahr waren Ministerpräsident Markus Söder und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die prominentesten Gäste der Woche. Und doch ist der Star der Woche Jahr für Jahr Trudering selbst. Vereine, Verbände und Organisationen können sich präsentieren. Menschen, die das gesellschaftliche Leben im Bezirk tragen und formen, kommen zusammen. Alte Freundschaften werden gepflegt – neue entstehen. Eine Woche lang ist Trudering wieder das Dorf, das es einmal war und im Herzen wohl immer noch ist. Auch wenn die Eingemeindung nun schon über 100 Jahre zurückliegt. Es sind Veranstaltungen wie die Festwoche, die Identität wahren und stiften. „Die Truderinger Festwoche ist eine Institution – als eine der letzten ehrenamtlich organisierten Stadtteilfeste in München und als Ort politischer Kundgebungen“, sagt Markus Blume.

Marco Heinrich

Kommentar

Ideen aus der hintersten Ecke

Europa wählt – und wartet schon viel zu lange auf Antworten

Wer umziehen will, stolpert in staubigen Ecken über vergessene Dinge. Bei mir waren es vor kurzem meine Abitur-Arbeiten. Ein Thema: Europa. Über was wir uns Gedanken machen sollten? Die EU zwischen Vertiefung und/oder Erweiterung. Das Demokratiedefizit in Bezug auf die Rolle des Europäischen Parlaments. Staatenbund oder Bundesstaat. Das war 1994.

Heute sind wir keinen Schritt weiter. Die Fragen sind noch immer die gleichen. Ja, nicht einmal die Argumente sind heute andere als damals. In einer Zeit, in der sich angeblich so schnell alles ändert, geht Europa den Weg des Stillstands. Und was die Wahl am Sonntag auch bringen mag, Änderung ist nicht in Sicht.

Vor wenigen Tagen wurden 70 Jahre Grundgesetz gefeiert. Ein Regelwerk, das Bayern damals ablehnte – und trotzdem umsetzte. Wahrscheinlich muss es mit Europa irgendwann genauso laufen. Mit starken Politikern vor allem in Deutschland und Frankreich, die zusammen Ideen haben und einfach umsetzen. Hoffentlich finden wir so welche auf den Stimmzetteln.

Marco Heinrich

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