Plötzlich gekündigt — und eine Begründung bleibt aus 

Truderinger Burschen feiern erstmals im Zelt statt im Feststadl

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Lassen sich den Spaß nicht nehmen: Der Truderinger Burschenverein will auch im Festzelt für gute Laune sorgen.

Alle, die mit dem Besuch des Weinzelts nicht bis zum ersten Wiesn-Wochenende warten möchten, lädt der Truderinger Burschenverein am Samstag, 14. September, zum jährlichen Weinfest ein. Allerdings nicht in der gewohnten Location.

Traditionell soll es wieder zugehen auf dem Truderinger Weinfest: Mit kulinarischen Hochgenüssen, erlesenen Tropfen und Live-Musik. Nur eine Sache ist dieses Jahr anders: Die Veranstaltung findet erstmalig im Truderinger Weinzelt statt, nicht wie sonst im Feststadl des Truderinger Buam Festrings an der Feldbergstraße. Dieses wurde seit dem Bau 2006 auch vom Truderinger Burschenverein genutzt. „So war das auch damals gedacht“, erklärt der Vorsitzende des Burschenvereins, Stefan Hähnlein. Der Bezirksausschuss habe den Bau des Stadls damals unter der Bedingung genehmigt, dass auch andere Vereine davon profitieren. Dementsprechend hat der Burschenverein einen Teil der Fläche gemietet und zog mit seinem Mobiliar in das Feststadl mit ein. Vor zwei Jahren wurde dem Burschenverein dann plötzlich gekündigt. Angebliche Platzgründe waren die Begründung. „Wir haben dann angeboten, dass wir zusammen entrümpeln und ungenutztes Mobiliar wegwerfen“, so Hähnlein. Das war offenbar nicht gewünscht. Der Buam Festring wollte, dass der Burschenverein komplett mit seinem Mobiliar auszieht, er dürfe allerdings weiterhin seine Feste im Stadl ausrichten. Als es dann an die Pläne für das diesjährige Weinfest ging, kam der endgültige Schlussstrich. Der Burschenverein durfte das Fest nicht wie gewohnt im Stadl ausrichten. Warum und weshalb? Darauf hat der Vorsitzende keine Antwort. „Der Buam Festring war zu keiner Zeit zu Gesprächen bereit, auch wenn wir das immer angeboten haben“, sagt Hähnlein. Sogar über die Lokalpolitik habe er gehofft, an die Verantwortlichen heranzukommen. Und auch auf eine HALLO-Anfrage hat der Buam Festring nicht reagiert.

Der Burschenverein hat mittlerweile zwei Festzelte angeschafft, in denen künftig die traditionellen Feste auf dem Festplatz vor dem Kulturzentrum stattfinden können. Dafür haben sie kürzlich auch einen Zuschuss vom Bezirksausschuss Trudering erhalten. „Für Gespräche mit dem Truderinger Buam Festring sind wir aber nach wir vor offen“, sagt Hähnlein.

Am Samstag, 14. September, am Festplatz an der Feldberg- straße 95 kann das Truderinger Weinzelt dann eingeweiht werden. Neben vielen Weinen ist für den leiblichen Genuss der Gäste gesorgt. Typische Herbstschmankerl wie Rollbraten in Weinsoße und die Brotzeitteller mit Speck oder Käse sowie Kaiserschmarrn werden angeboten. An den Bars sorgen kühle Getränke für Erfrischung.

Auch in diesem Jahr hat es sich der Truderinger Burschenverein nicht nehmen lassen, für ein musikalisches Highlight zu sorgen. Die Band „Hefe 10“, die sich seit Jahren auf dem Münchner Oktoberfest als Gute-Laune-Band etabliert hat, heizt ab 18 Uhr im Truderinger Weinzelt ein.

Es empfiehlt sich, rechtzeitig da zu sein, da der Andrang erfahrungsgemäß sehr groß ist. Wie in den Jahren zuvor achtet der Truderinger Burschenverein genauestens auf den Jugendschutz. Beim Weinfest wird der Einlass deshalb erst ab 16 Jahren gewährt. Ausnahmen bei der Begleitung durch Erziehungsberechtigte sind nicht gestattet.lw

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