Sinnvolles Pilotprojekt in Trudering 

Intelligente Ampel für Behinderte 

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Für Rollstuhlfahrer soll die Fußgängerampel an der Kreuzung Kreillerstraße/Marianne-Plehn- Straße mit einer individuellen Grünphase umgerüstet werden.

Am Fußgängerüberweg Marianne-Plehn-/Kreillerstraße soll ein Pilotprojekt gestartet werden, bei dem Rollstuhlfahrer eine längere Grünphase für sich schalten können.

Ein Rollstuhlfahrer hat Probleme, den Fußgängerüberweg, der an der Marianne-Plehn-Straße über die viel frequentierte Kreillerstraße führt, während der Grünphase zu passieren. So muss er auf der engen Mittelinsel pausieren, denn nach etwa 13 Sekunden schaltet die Ampel für Fußgänger auf Rot und die sogenannte Schutzzeit beginnt, bis die Autos Grün erhalten. Diese kurze Grünphase reicht häufig nicht mal normalen Fußgängern, um die sechsspurige Fahrbahn inklusive Mittelstreifen komplett zu queren, mit der Schutzphase von 22 Sekunden jedoch ist es möglich.

Hilfe vom BA 

Behinderte allerdings haben häufig Schwierigkeiten, diese Strecke in gerade mal 35 Sekunden zu meistern. Der betroffene Rollstuhlfahrer hat sich deshalb an den Truderinger Bezirksausschuss gewandt. Der schaute sich die Situation vor Ort mit Vertretern des Kreisverwaltungsreferats (KVR) an, die auch gleich eine Lösung anzubieten hatten. Das KVR schlägt vor, an der Ampel ein Pilotprojekt zu starten, das bei Erfolg auch auf andere Lichtzeichenanlagen übertragen werden kann. Die Ampel soll mit einem System versehen und der Behinderte mit einem Sender ausgestattet werden. Auf Knopfdruck kann der Rollstuhlfahrer, sobald er in der Nähe der Ampel ist, ein längeres Querungsintervall anfordern. Laut KVR ist die technische Umrüstung kein Problem, die Ampelschaltung müsste entsprechend umprogrammiert werden.

Nun will das KVR bei einem weiteren Ortstermin mit dem Betroffenen feststellen, wie lange dieser wirklich für Querung braucht. Sollte das System installiert werden, will man prüfen, ob es mehreren Behinderten zugänglich gemacht und an anderen Münchner Kreuzungen eingesetzt werden kann.

Gabriele Mühlthaler

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