Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert

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Truderings Mitte rund um die Eisinsel

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Die Heckenrodung war unzulässig

Streit um Bauprojekt an der Fauststraße 90 geht weiter

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Horst Münzinger und Stefan Bürger von der BI „Fauststraße 90 – Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet“.

Die 2016 erfolgte vollständige Rodung der rund 100 Meter langen und dichten Laubhecke auf dem Grundstück entlang der Fauststraße 90 im Landschaftsschutzgebiet war juristisch eine rechtswidrige Handlung. Dieser Einschätzung der Bürgerinitiative Fauststraße 90 schließt sich nun auch Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk an. „Die betreffende Ordnungswidrigkeit wird durch die zuständige Bußgeldstelle geklärt“, schrieb sie in einem Brief an Horst Münzinger von der Bürgerinitiative.

Ein kleiner Erfolg nach zähem Ringen für die engagierten Bürger, die sich nicht mit den Plänen zur Bebauung des Geländes abfinden wollen. Sieben Wohnblöcke sollen auf dem Landschaftsschutzgebiet gebaut werden. Die Stadt argumentiert, dass nach den Arbeiten weniger Fläche versiegelt sein wird als momentan. Genau das bezweifeln die Gegner der Pläne aber stark. Auch mit dem jetzigen Eingeständnis in Briefform ist Münzinger nur bedingt zufrieden: „Es bleibt unklar, warum die Untere Naturschutzbehörde und die Referatsleiterin die ihnen bekannte Heckenrodung bisher sanktionslos geduldet haben und Fragen dazu ins Leere laufen ließen.“

Die Bürgerinitiative will es darum ein bisschen genauer wissen: Wer hat das Versäumnis im Referat zu verantworten? Die Bürgerinitiative hat deshalb ihren Anwalt mit der Zustellung einer Dienstaufsichtsbeschwerde beauftragt. Außerdem fehlt die Antwort auf die Frage, warum die Wiederherstellung der Hecke durch Neuanpflanzung nicht eingefordert wurde und wohl auch nicht beabsichtigt ist.

„All die Vorkommnisse und die Tatsache, dass Oberbürgermeister Dieter Reiter und der Münchner Stadtrat informiert wurden und dennoch tatenlos blieben, nährt unserer Ansicht zufolge die Vermutung, dass die Behörde mit Rückendeckung des Oberbürgermeisters und einer Stadtratsmehrheit der Optima-Ägidius-Firmengruppe als Grundstückseigentümer schlicht und einfach in die Hände spielen wollte“, sagt Münzinger.

mh

Kommentar

Auf die Größe kommt es an - Was an der Grenze zwischen Haar und Trudering verloren geht 

Es soll ja immer noch Menschen geben, die Wachstum als unbedingt gut und erstrebenswert erachten. Obwohl es genügend Gegenbeweise gibt: Multinationale Konzerne ersticken Wettbewerb und Umwelt. Die Stadt ersetzt Wohlfühlfaktor durch Wohnungen. Und auch in der Politik sind die Unterschiede markant: In Haar ist Bürgermeisterin Gabriele Müller fast rund um die Uhr für Bürger greifbar. Sie drückt sich auch nicht vor unbequemen Antworten. CSU-Kandidat Andreas Bukowski zeigt, dass er es ähnlich handhaben will. In München dagegen brauchen engagierte und gut informierte Bürgerinitiativen oft Monate, um einfachste Antworten zu bekommen. 

Marco Heinrich

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