Historischer Rest vom alten Flughafen Riem 

Stadt will Kopfbau in der Messestadt endlich sanieren

Beim sogenannten Kopfbau des alten Flughafen Riem handelt es sich um das ehemalige Kassenhaus der Zuschauertribühne.
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Beim sogenannten Kopfbau des alten Flughafen Riem handelt es sich um das ehemalige Kassenhaus der Zuschauertribühne.

Lange rottete der Kopfbau des ehemaligen Flughafens Riem vor sich hin. Schimmel kam, wurde entfernt – und kam wieder. Jetzt soll eine umfassende Sanierung des Bauwerks auf den Weg gebracht werden

Messestadt – Eine gute Million Euro für die Mindestsanierung des Kopfbaus, 140.000 Euro für die Entwicklung und Realisierung des Tribünennordendes, 270.000 Euro für die Ersteinrichtung. Das sind die zentralen Punkte eines Sanierungskonzepts, das am Donnerstag, 5. März, im Kommunalausschuss beschlossen werden soll. Geht damit das lange Rätselraten um die Zukunft des historischen Gebäudes endlich zu Ende?

Lange hatte die Stadt München versucht, einen Investor für das Gebäude zu finden, der die Sanierung übernimmt und es anschließend (unter gewissen Vorgaben) selbst nutzen darf. Vergebens. Nun gibt es endlich ein Konzept, dass die Stadt selbst die Sanierung übernimmt. Anschließend soll es eine fünfjährige Phase geben, in der das Gebäude als künstlerisch zu bespielende Frei­fläche dienen soll. Eine Experimentierphase für Menschen mit guten und ausgefallenen Ideen. „Der Kopfbau soll ein multifunktionales Gebäude für Alle werden“, heißt es in dem Konzept – mit niederschwelligem Zugang und Aktionsflächen im Freien. Ausstellungen, Installationen und Kunstaktionen sollen hier stattfinden. Dabei ist Platz für bis zu 200 Menschen. Ein Café mit 40 Sitzplänen ist angedacht. Auch die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Messestadt im Jahr 2024 sollen hier durchgeführt werden. Bis es so weit ist, müssen rund 1,5 Millionen Euro investiert werden. Im Januar 2021 soll die Sanierung für eine ganzjährige Nutzung beginnen. Bis Juni 2021 soll sie dann abgeschlossen sein.

Der Bezirksausschuss Trudering-Riem versucht schon lange, das frustrierende Abwarten der Stadt in Bezug auf den historischen Bau zu beenden. So ganz können auch jetzt nicht alle dem neuen Frieden trauen. Ob der anstehende Beschluss zum Kopfbau der Durchbruch für die langersehnte (kulturelle und bürgerschaftliche) Nutzung ist, das müsse sich erst erweisen. „Zweifelsfrei wird der Beschluss ein nächster wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. Das jahrelange Gemurkse um den Kopfbau von Verwaltung und Stadtratsmehrheit, verbunden mit langem Leerstand, Schimmelbildung und höheren Sanierungskosten lässt mich berechtigter Weise zweifeln, ob die notwendige Sanierung mit der gebotenen Ernsthaftigkeit weiterverfolgt wird. Dennoch bin ich optimistisch, dass der Kopfbau im Sommer temporär bespielt werden kann“, sagt Herbert Danner, der für die Grünen im BA und im Stadtrat sitzt.

mh

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