Falsche Pässe, keine Impfung

Polizei verhindert illegalen Welpenhandel

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Einen Hundewelpen und eine sehr junge Katze fanden Beamte vergangene Woche in einem rumänischen Kleintransporter. Die Polizei vermutet, dass mit den Tieren illegaler Welpenhandel betrieben werden sollte.

Bei der Kontrolle eines rumänischen Kleintransporters ist der Polizei am vergangenen Montag ein Welpenschmuggler ins Netz gegangen. Einkleiner Hund sowie ein Katzenbaby wurden dem Tierheim übergeben.

Auf dem Autobahn-Parkplatz am Hofoldinger Forst war am vergangenen Montag Endstation für einen rumänischen Kleintransporter. Eine Streife des Fahndungskontrolltrupps München-Ost hatte den Fahrer einer routinemäßigen Kontrolle unterziehen wollen, als den Beamten zwei offensichtlich sehr junge Tiere – ein Hundewelpe und ein Katzenjunges – im Innern des Transporters auffielen. Bei den Tieren handelte es sich um einen Labrador und eine kleine schwarz-weiße Katze. Da insbesondere der Hund offensichtlich noch viel zu jung war, um von seiner Mutter getrennt zu werden, und außerdem bei beiden Tieren keine gültige Tollwut-Impfung vorhanden war, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz. Eine Überprüfung der mitgeführten Tierpässe ergab außerdem, dass diese gefälscht waren. In den Pässen waren beide Tiere älter gemacht worden, als sie tatsächlich sind, um –so vermutet die Polizei – den Verkauf der Tiere zu legalisieren. Eine Verkaufsabsicht stritt die 16-Jährige, die sich in dem Fahrzeug um die Tierbabys gekümmert hatte, jedoch ab. Vielmehr gab sie gegenüber den Beamten an, auf dem Rückweg nach Rumänien zu sein, wo sie auch wohnen würde. Dies wiederum nahmen ihr die Polizisten nicht ab. Sie beschlagnahmten den Hund und die Katze und übergaben sie dem Tierheim München. Zudem muss sich die 16-Jährige auf eine Anzeige wegen Urkundenfälschung nach dem Strafgesetzbuch einstellen.

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