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Kinder erobern die Politik mit einem Koffer

Wie der Nachwuchs das Leben in seinem Stadtteil verbessern will

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Zahlreiche Kinder wie Stella (l.) gingen auf die Bühne, um ihre Meinung zu vertreten und konkrete Verbesserungsvorschläge für ihren Stadtbezirk zu äußern.

Bei der Kinder- und Jugendversammlung in Trudering-Riem nahmen die Kids das Zepter der Politik selbst in die Hand. So können sie am politischen Prozess teilhaben und ihr eigenes Umfeld mitgestalten.

Was fordern die jungen Bürger für ihr Stadtviertel? Stella Olczyk (12) hat da ganz klare Vorstellungen.„Uns fehlen Spielplätze, die auch für Jugendliche geeignet sind. Ebenso muss es mehr ‚Chillplätze‘ geben mit Bänken und Sonnenschirmen und wir brauchen mehr Klettermöglichkeiten!“ Dies ist einer der vielen Anträge, welche die Kinder vergangene Woche bei der Kinder- und Jugendversammlung im Kulturzentrum Trudering diskutierten.

Im Rahmen der „Kinder-Aktions-Koffer-Einsätze“ hatten Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren die Möglichkeit, Stellung zu beziehen, Politiker gezielt auf Missstände aufmerksam zu machen und allen Verantwortlichen klarzumachen, wie der Stadtbezirk kinder- und jugendfreundlicher gestaltet werden kann. „In der Messestadt gibt es zwar Spielplätze, aber die sind nur für ganz kleine Kinder geeignet. Wenn man dort klettern möchte, stößt man sich den Kopf, weil das Gerüst viel zu klein ist, oder man kommt vor lauter Rücksicht auf die kleineren Kinder erst gar nicht zum Klettern“, erklärte Stella. Insgesamt waren seit März über 350 Kinder und Jugendliche aus rund 20 Einrichtungen und Schulen in Trudering-Riem mit den Kinder-Aktions-Koffern aktiv. Die Mädchen und Jungen haben mit Hilfe der Materialien aus dem Koffer das Viertel auf Kinderfreundlichkeit untersucht. Auf der Veranstaltung wurde dann auszugsweise vorgestellt, was dabei erarbeitet wurde.

Zuerst kamen die Kinder auf die Bühne, um ihr Anliegen zu präsentieren. Dazu wurden liebevoll gestaltete Plakate verwendet, die zuvor in den Schulen erstellt wurden. Nach Abschluss der Präsentation wurde dann ein konkreter Antrag formuliert, welcher zunächst von allen Kindern in einer großen Diskussionsrunde besprochen wurde. Danach stimmten die anwesenden Kinder über den Antrag ab. Erwachsene hatten hier kein Stimmrecht.

Wurde der Antrag von den Kindern mehrheitlich angenommen, musste aus dem Expertenkreis der Erwachsenen ein Pate bestimmt werden, welcher als Ansprechpartner und Verantwortungsträger fungiert, um das Vorhaben der Kinder zu realisieren. Hierzu waren 17 Experten geladen, die im Bezirksausschuss, im Stadtrat oder in der Verwaltung tätig sind.

Frank Eßmann ist der Kinderbeauftragte aus dem Bezirks- ausschuss und einer der Initiatoren, die das Projekt ins Leben gerufen haben: „Wir versuchen natürlich, so schnell wie möglich die Anträge für die Kinder umzusetzen. Ihre Anliegen und Forderungen nehmen wir sehr ernst. Wir vereinbaren zeitnah in den kommenden Wochen nochmals Termine, an denen wir die entsprechenden Themen mit den Kindern in den Schulen durchsprechen, damit wir dann endgültig den fertigen Antrag für die Umsetzung an die Verwaltung weiterreichen können.“

Doch bis ein neues Klettergerüst wirklich steht, kann viel Zeit vergehen. Stella hat dazu eine klare Meinung: „Es wäre natürlich blöd, wenn ich selbst nicht auf dem neuen Spielplatz spielen könnte, falls die Arbeiten zu lange dauern. Trotzdem wäre ich sehr stolz darauf zu wissen, dass ich daran mitgewirkt und dies für die jüngeren Kinder ermöglicht habe.“ 

Jens Verhey

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