Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert

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Truderings Mitte rund um die Eisinsel

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Gemeinsam gegen die Klimakatastrophe

Nachbarschaftstreff in der Messestadt für eine neue Gesprächskultur

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Landwirt Benedikt Lünemann fräste in Nordrhein-Westfalen ein besonderes Statement in sein Maisfeld.

„Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es!“ Die Forderung der 16-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg ist schon ein Stück Zeitgeschichte. Der Klimawandel war auch Thema beim ersten Nachbarschaftstreff in der Messestadt. Ein neues Forum für die Anwohner, um über aktuelle gesellschaftspolitische Themen oder Angelegenheiten aus dem Viertel zu diskutieren. Die Treffen finden jeden dritten Dienstag im Monat von 18 bis 20 Uhr statt.

Die Sitzungen finden im kleinen Kreis statt. Trotzdem kann jeder kommen, der Interesse am politischen Geschehen hat und das Bedürfnis verspürt, sich sein Leid und seinen Unmut von der Seele zu reden. Viele der Teilnehmer sind sich unsicher, ob sie sich in der Politik einmischen wollen oder überhaupt können. Und wenn ja, wie. In der Gruppe findet jedes Anliegen und jede Meinung Gehör. Es wird einem zugehört und im Anschluss darüber beraten. Es herrscht ein angenehmes und verständnisvolles Klima.

Als Gast dabei war diesmal Frank Squarra (17). Er ist Schüler, Klimaaktivist und Mitglied des Organisationsteams von Fridays For Future (FFF) München. Trotz seines jungen Alters wirkt er sehr belesen und fokussiert. „Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich heute als Privatperson zu Gast bin. Ich spreche hier also nicht für die ganze Organisation“, merkte er an. „Für viele Bürger wirkt die Bedrohung durch den Klimawandel noch viel zu surreal. Sie empfinden eine Umstellung in ihrem Denken und Handeln als zu unbequem. Daher muss die Politik Maßnahmen ergreifen, um die Klimaziele zu erreichen. Wie, das ist zunächst erst mal egal. Fakt ist, dass schnelles und konsequentes Handeln erforderlich ist.“

Dazu wurden bundesweit und auch spezifisch für die Stadt München in Zusammenarbeit mit zahlreichen Wissenschaftlern Forderungen herausgearbeitet, um diese Ziele zu realisieren. Dabei geht es im Schwerpunkt um die Erreichung der Netto-Null-Emmission bis 2035, den Kohleausstieg bis 2030 und die 100-prozentige erneuerbare Energieversorgung bis 2035. „Ich freue mich über jeden noch so kleinen Sieg. Vor allem aber, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Kohleausstieg für 2030 gefordert hat. Dennoch halte ich nicht all zu viel von solchen Versprechen. Daher werden die Fridays For Future Demonstrationen auch noch so lange weiter gehen, bis die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels sichergestellt ist“, sagte Squarra.

Die FFF-Bewegung ist längst nicht mehr die einzige Organisation, welche für eine bessere Klimapolitik demonstriert. Auch Eltern möchten ihre Kinder unterstützen und einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten. Mit Parents For Future, welche sich aus einem freien Zusammenschluss aus Erwachsenen zusammensetzt und in Solidarität zur FFF-Bewegung steht, gehen sie ebenfalls auf die Straße.

Im Rahmen des Nachbarschaftstreffs kam dieses Thema besonders zum Tragen. Die Besucher diskutierten über Bedeutung und Verantwortung der Erwachsenen, die nicht allein von den Schülern und Studenten getragen werden kann. Darüber hinaus koordinierte die Nachbarschaft einen gemeinsamen Treffpunkt, um für die bevorstehende Klima-Demonstration „Munich For Future“, welche am vergangenen Sonntag am Odeonsplatz stattfand, als Gemeinschaft aktiv zu werden. Bei dem nächsten Treffen wird der Klimawandel wieder Gegenstand der Diskussion sein. Grundsätzlich kann jeder Themen vorschlagen, über die geredet werden soll.

Jens Verhey

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