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Bürgerintiative schaltet einen Anwalt ein

Nach dem Treffen rund um die Zukunft der Fauststraße 90 in Trudering

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Horst Münzinger und Stefan Bürger von der Bürgerinitiative Fauststraße 90.

Die Zukunft an der Fauststraße 90 beschäftigt Anwohner und Politiker schon seit Jahren. Getan hat sich in jüngerer Vergangenheit nicht viel, aber Bewegung kommt nun doch in die Diskussionen. Rund eine Stunde lang nahmen sich Mitte Februar Vertreter aus verschiedenen Referaten der Münchner Verwaltung Zeit, um mit Horst Münzinger und Stefan Bürger von der Bürgerinitiative Fauststraße 90 zu sprechen. „Wir haben uns in einer guten Atmosphäre miteinander unterhalten. Echte Durchbrüche gab es nicht, aber das war ja auch nicht zu erwarten“, berichtet Bürger.

Sieben Wohnblöcke sollen auf dem Landschaftsschutzgebiet gebaut werden. Ein Vorhaben, das nur dann umgesetzt werden kann, wenn die Natur trotz der Baumaßnahmen insgesamt profitieren würde. Und genau das will die Stadt München nun belegen. „Das Planungsreferat hat zugesagt, eine Versiegelungsbilanz erstellen zu lassen“, erzählt Horst Münzinger. Auf diese Zahlen ist er schon sehr gespannt, denn er kann sich nur schwer vorstellen, dass nach dem Bau der Wohnblöcke insgesamt weniger Flächen versiegelt sein werden als jetzt. „Wir haben das bereits ausgerechnet. Der Vergleich wird interessant“, sagt Münzinger. Wie viele Flächen in München insgesamt versiegelt sind, wird übrigens derzeit gar nicht erfasst. Die Versiegelungskartierung wurde zuletzt 2011 durchgeführt. Zwischen 1985 und 2011 stieg der Anteil der versiegelten Flächen von 41 Prozent auf 46 Prozent an. Doch nur mit Warten will die Bürgerinitiative nicht die Zeit bis zur Vorlage der Versiegelungsbilanz durch das Planungsreferat verbringen. „Wir haben einen Fachanwalt beauftragt, mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung Kontakt aufzunehmen und einen Termin zur Akteneinsicht wegen der Fauststraße 90 und der bereits erfolgten Heckenrodung zu vereinbaren“, will Münzinger weiter in die Offensive gehen. „Wir wollen den juristischen Weg gegen die Stadt nicht. Aber wir sind bereit, ihn notfalls zu gehen“, stellt er klar.

Seit Jahren fühlen sich die Vertreter der Bürgerinitiative im Recht. Dabei geht es nicht nur konkret um die Belange an der Fauststraße 90. Es geht darum, wie München aussehen soll. Was die Grenzen des Wachstums der Landeshauptstadt sind. Und welche Rolle die Natur in einer Großstadt spielen darf und spielen muss. Bislang werden diese Fragen an vielen Einzelfällen ausdiskutiert. Münzinger und Bürger wollen nun eine bessere Koordination einzelner Bürgerinitiativen erreichen, um zusammen die grundsätzlichen Fragen vertreten zu können. „Wir wollen noch vor den Sommerferien eine Veranstaltungsreihe starten – unter dem Motto ‚Bürger informieren Bürger‘. Denn ob in Trudering, am Fasanengarten, in Daglfing oder in Englschalking – letztlich kämpfen wir alle gegen eine unkonstante, unstrukturierte Politik“, sagt Münzinger. 

Marco Heinrich

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