Zwei neue Hallen

Messe München: Der letzte Spatenstich

Ein XXL-Spaten für eine Mega-Investition: Messe-Chef Klaus Dittrich, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, OB Dieter Reiter, IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen und Handwerkskammer-Vizepräsident Franz Xaver Peteranderl (v. l.) beim Spatenstich für die neuen Messehallen.
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Ein XXL-Spaten für eine Mega-Investition: Messe-Chef Klaus Dittrich, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, OB Dieter Reiter, IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen und Handwerkskammer-Vizepräsident Franz Xaver Peteranderl (v. l.) beim Spatenstich für die neuen Messehallen.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Münchens OB Dieter Reiter und Messe-Chef Klaus Dittrich haben am Dienstag den ersten Spatenstich für die Vollendung des Münchner Messegeländes gesetzt. Die beiden neuen Hallen C5 und C6 sowie ein weiteres Konferenzzentrum sollen in 2018 fertig sein. Kosten: über 106 Millionen Euro.

1,2 Milliarden Euro hatte es gekostet, die Messe München in Riem anzusiedeln. Klar, erinnert sich Messe-Chef Klaus Dittrich, habe es damals kontroverse Diskussionen gegeben, ob sich dieses Investment jemals lohnen wird. Doch die Gesellschafter – das sind die Stadt München, der Freistaat Bayern, die IHK und die Handwerkskammer für München und Oberbayern – bewiesen Mut. „Ich habe Zweifel“, so Dittrich, „ob ein solches Projekt bei der Bevölkerung heute noch durchsetzbar wäre“.

Tatsächlich fragten sich in den 1990er-Jahren viele, wie viel Zukunft ein Messegelände überhaupt noch haben könnte – angesichts des damals aufkommenden Internets. Anstelle von 18 Hallen entschied man sich daher, erst mal eine Nummer kleiner zu bauen – und eröffnete das Gelände 1998 mit nur zwölf Hallen.

Sehr schnell jedoch stellte sich heraus, dass Messen nach wie vor zeitgemäß sind und der Schritt hinaus an den Stadtrand nach Riem eine richtige Entscheidung zur richtigen Zeit war. „Eine Erfolgsgeschichte“ fasste es OB Dieter Reiter am Dienstag zusammen – um so mehr, als es sich bei der Messe München um eine der wenigen Gesellschaften „in meinem Portfolio handelt, die auch an Gewinnabführung denkt“. Auch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner lobte die Messe-Geschäftsführung. Doch freue sie sich nicht nur über den Gewinn, den das Unternehmen seit Jahren zuverlässig an seine Gesellschafter abführe: „Es geht hier auch um zukunftsfähige und lukrative Arbeitsplätze in der ganzen Region!“ Die Messe München bilde „die Brücke der ausländischen Unternehmer nach Bayern“; andersrum bedeute sie für die bayerischen Mittelständler den Zugang zu den internationalen Märkten. Für die aktuelle und vorerst letzte große Investition der Messe München kalkuliert Dittrich mit Kosten von rund 106 Millionen Euro. Die Finanzierung stemme sein Unternehmen aus eigener Kraft – ohne Zuzahlung der Mitgesellschafter. Der Bau der beiden Hallen sowie des Konferenzzentrums sei ein „ambitioniertes Projekt“, denn: Die zusätzlichen Flächen werden bereits heute verkauft. „Es besteht also ein hoher Druck, auch wirklich rechtzeitig fertig zu werden!“ Mit den Hallen C5 und C6 verfügt die Messe nun über 18 Hallen mit insgesamt 200.000 Quadratmetern Fläche. Die Aussteller vor allem der großen Messen dürfte dies freuen: Auf der Warteliste allein für die Baumaschinenmesse Bauma stehen 600 Firmen.

zip

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