Was ist da schief gelaufen?

Der lange Ärger am S-Bahnhof Riem

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Die Herstellung der Barrierefreiheit am S-Bahnhof Riem ist eine unendliche Geschichte. Seit 2013 wird geplant – aber frühestens 2024 soll alles fertig sein. Markus Rinderspacher fordert jetzt Aufklärung.

Riem – Der SPD-Landtagsabgeordnete Markus Rinderspacher hat dem Bayerischen Obersten Rechnungshof (ORH) den Sachverhalt zu den erheblichen Verzögerungen zur Herstellung der Barrierefreiheit am S-Bahnhof Riem mit der Bitte um Prüfung zugeleitet. In einer parlamentarischen Anfrage war dem örtlichen Landespolitiker von Bauministerin Kerstin Schreyer im Mai mitgeteilt worden, dass man wegen „der mangelnden Qualität und Leistungserbringung“ bei der Bauplanung den Vertrag mit dem Planungsbüro aufgehoben hat. Bis jetzt konnte demnach keine Planungsüberarbeitung fertiggestellt werden, da noch kein neues Planungsbüro unter Vertrag genommen werden konnte.

In seiner Antwort an den Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags betont der Rechnungshof, er werde den Sachverhalt in das Material für künftige Prüfungen aufnehmen. Der ORH habe bei seinen Prüfungen wiederholt mangelhafte Planungsqualität bei den Maßnahmen für den Schienenpersonennahverkehr feststellen müssen.

Nach aktuellem Stand wird die S-Bahnstation Riem frühestens 2024 für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste nutzbar sein. „Wichtig ist jetzt, dass die mangelhafte Bauplanung sauber und unabhängig aufgearbeitet wird und der unhaltbare Zustand für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen und großem Gepäck bald der Vergangenheit angehört“, so Rinderspacher.

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