Trendsport mit Hindernissen

Der Kaninchenzuchtverein B6 München Ost bietet einmal im Monat Kaninhop-Training an

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Kaninhop heißt eine neue Trendsportart für Kaninchen. Der Kaninchenzuchtverein B6 München Ost bietet das Training einmal wöchentlich in seiner Anlage an der Truderinger Straße 40 an. Kaninchen Yahiko kommt regelmäßig – auch wenn es noch nicht jede Hürde schafft...

Der Kaninchenzuchtverein B6 München-Ost bietet in seiner Zuchtanlage an der Truderinger Straße 40 regelmäßig Kaninhop-Veranstaltungen an. Dabei dürfen sich Wohnungskaninchen so richtig austoben, über Hindernisse springen und Haken schlagen. Für Zuschauer zuckersüß anzuschauen, ist das Angebot für die Tiere aber auch ein perfektes Herz-Kreislauf-Training.

Ursprünglich stammt Kaninhop aus Skandinavien, über einen Fernsehbeitrag erfuhr schließlich Johanna Bauer vom Kaninchenzuchtverein B6 München-Ost von dem Angebot. Für sie war sofort klar: „Das machen wir auch!“

Seitdem treffen sich an jedem zweiten Samstagnachmittag im Monat Kaninchenbesitzer zu einem ganz besonderen Training. Je nach Fitness und Können trainieren die Tiere auf einem Parcours. Sie springen dabei über Hindernisse, laufen und schlagen Haken. Am Anfang, sagt Johanna Bauer, seien die Anfänger an der Reihe. Anschließend werde die Bahn umgebaut: „Dann dürfen die Kaninchen springen, die es schon können.“ Wenn sich diese Fortgeschrittenen ausgepowert haben, dann, so Bauer, „wird die Bahn noch höher gebaut“. Am Ende, während sich die Tiere entspannen, würde der Parcours gemeinsam abgebaut und der nächste Termin vereinbart.

Mitmachen, erklärt Johanna Bauer, könne im Prinzip jeder. Eine Mitgliedschaft im Kaninchenzuchtverein B6 sei (zunächst) nicht nötig. Was die Tiere betrifft, sei es natürlich wichtig, dass die Besitzer ihnen nicht zu viel zumuten: „Besonders schwere Kaninchen sollten nicht zu hoch springen, um die Gelenke zu schonen.“ Auch sollte das Kaninchen ein Interesse an Bewegung haben. „Eine Kugel auf vier Beinen“, wie Bauer es ausdrückt, „springt wahrscheinlich nicht wirklich freiwillig und wir zwingen keine Kaninchen über die Hindernisse“.

Das einzige, was gegen den Willen der Vierbeiner passiert, aber für ihre Sicherheit notwendig ist, ist das Anlegen eines speziellen Geschirrs mit einer Leine daran. Bauer zufolge geht es dabei jedoch nicht darum, das Tier zu ziehen oder in eine Richtung zu zwingen, sondern – im Falle drohender Gefahr – die Tiere in Sicherheit bringen zu können. Bauer legt nach eigenen Worten aber „sehr viel Wert darauf, dass nicht an der Leine gezogen wird“. Kaufen müssen Anfänger diese Ausrüstung allerdings nicht: Der Verein hat zahlreiche dieser Spezial- Geschirre auf Lager.

Doch auch mit Leine haben die Kaninchen Spaß an diesem Training. Und sie profitieren auch gesundheitlich. „Durch das Springen wird die Muskulatur gestärkt und das Gefühl für ihren eigenen Körper steigt. Sie haben einfach eine bessere körperliche Verfassung als normale Wohnungskaninchen“, weiß Bauer. Und auch die Anreise der Tiere im Auto habe Vorteile: Die Tiere, erklärt Bauer, seien es dadurch gewöhnt, in ein Auto zu steigen. Sollten sie also einmal zum Tierarzt müssen, bedeute diese Fahrt für sie weniger Stress als für Tiere, die sonst nur in ihrem Käfig hocken.

Das nächste Training der Kaninhopper findet am kommenden Samstag, 30. September, um 14 Uhr statt. Wer mit seinem Kaninchen vorbeikommen will, meldet sich bei Johanna Bauer unter E-Mail kaninhopb6@gmx.de an.

zip

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