Die Mieter in den Fokus nehmen

Jahresversammlung der Siedlergemeinschaft Neu-Trudering

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Seit fünf Jahrzehnten sind Andreas Schrittenlocher, Annelies Spagl, Erna Eckl, Martin Pertschy und Adolf Sixt bereits bei der Siedlergemeinschaft Neu-Trudering. Der Präsident der Eigenheimer Bayern, Wolfgang Kuhn, und Landesvorstandsmitglied Walter Karl (von links) gratulierten.

Die Siedlergemeinschaft Neu-Trudering hat sich zur Jahreshauptversammlung getroffen. Angesichts schwindender Mitgliederzahlen wollte keine rechte Feierstimmung aufkommen. Grund zur Freude gab es am Ende aber doch noch.

Wichtigstes Thema der jüngsten Mitgliederversammlung der Siedlergemeinschaft (SG) Neu-Trudering war die Entwicklung des Mitgliederstammes innerhalb des Eigenheimer-Verbandes Bayern. Dessen Präsident Wolfgang Kuhn verhehlte die bittere Wahrheit, den Mitgliederschwund, nicht. Zuletzt sei der Eigenheimer-Verband, zu dem die SG Neu-Trudering gehört, von zirka 80.000 auf 70.000 Mitglieder geschrumpft. Er habe aber dennoch Hoffnung, so Kuhn, denn künftig wolle der Verband den Fokus nicht mehr nur auf die Eigenheimer, sondern auch auf die Mieter legen. Diese Vorgehensweise steht laut Kuhn „keinesfalls im Widerspruch zu der Satzung des Verbandes“. Im Gegenteil: Die Ressourcen des Verbandes seien schon immer auf Vermieter und Mieter ausgerichtet gewesen, „aber nie vollherzig umgesetzt“ worden.

Auch in Trudering beobachtet man das Problem des Mitgliederschwunds. Laut Vorsitzendem Robert Hartwich habe die Siedlergemeinschaft – beziehungsweise anfänglich der Siedlerbund – die meisten Eintritte mit dem Aufbau des Ortsteiles Neu-Trudering in den 50er und 60er Jahren verzeichnet. „Jeder Häuslbauer war schnell interessiert, die Vorteile der Gemeinschaft mit Haus- und Grundstückhaftpflichtversicherungsschutz, Werkzeugverleih und gartenfachlichen Informationen zu nutzen.“ In der Spitze habe der Ortsverrein Neu-Trudering etwa 1000 Mitglieder gezählt. Inzwischen aber habe sich das Blatt zum Negativen gewendet: „Durch Verdichtung in der Siedlung verschwinden die Eigenheimer zunehmend und werden durch große Baukomplexe mit sechs bis acht Wohnungen ersetzt.“ Heute, so Hartwich, zähle die SG Neu-Trudering gerade noch mal zirka 600 Mitglieder. Die Anwesenden bezeichneten diese Entwicklung als „besorgnis- erregend“, umso mehr, da der Verein das ganze Jahr über ein attraktives Programm anbiete. Aus diesem Grunde versuche der Ortsverein verstärkt, neue Mitglieder zu werben.

Doch es gab auch Positives zu vermelden: Seit 50 Jahren sind Andreas Schrittenlocher, Annelies Spagl, Erna Eckl, Martin Pertschy, Adolf Sixt, Elenore Schelle, Rudolf Hölzl und Hans März-Breitenbach Mitglieder in der SG Neu-Trudering. Hierfür erhielten sie vom bayerischen Eigenheimer-Präsident Wolfgang Kuhn sowie von Landesvorstandsmitglied Walter Karl besondere Ehrungen.

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