Braucht es eine große Feier zum Jubiläum?

20 Jahre Messestadt

„Das Jahr 1999 kann als Geburtsjahr der Messestadt bezeichnet werden, auch wenn die allerersten ‚Pioniere‘ ihre ersten Wohnungen bereits kurz vor Weihnachten 1998 bezogen haben“, erinnert sich Herbert Danner (Grüne) vom Bezirksausschuss Trudering-Riem. Geht es nach ihm, ist das nicht nur Grund zur Freude – sondern auch Anlass für ein großes Fest, das die Stadt ausrichten soll. Am Donnerstag, 20. September, berät der BA in seiner öffentlichen Sitzung im Kulturzentrum Trudering darüber.

Danner hat schon konkrete Pläne. Die mehrtägige oder sogar mehrwöchige 20-Jahr-Feier soll im Sommer/Herbst 2019 stattfinden. In die Planungen sollen neben dem BA engagierte Bürger, zahlreiche Organisationen und Vereine aus der Messestadt frühzeitig eingebunden werden, ebenso die MRG und die Münchner Messegesellschaft.

Höhepunkt der Feierlichkeiten soll die Übergabe des sanierten Tribünen-Kopfbaus an die Messestädter werden, mit kulturellen Beiträgen und Projekten, und einem tragfähigen sowie bürgerfreundlichen Nutzungskonzept für die Zukunft. „Nach schweren Anfangsjahren in der östlichen Münchner Diaspora, ohne Infrastruktur für den täglichen Bedarf und ohne leistungsfähige ÖPNV-Anbindung, entstand in den letzten zwei Jahrzehnten ein lebendiger und multikultureller Stadtteil mit 6.000 Wohnungen für etwa 18.000 Einwohner“, blickt Danner noch einmal zurück – durchaus mit Stolz auf das, was entstanden ist. Und der Stadtteil ist weiter im Werden: Das langersehnte Einkaufszentrum Ost ist in Bau, der notwendige Bildungscampus in Planung.

Ein großer Wermutstropfen bleibt allerdings laut Danner das jahrelange Trauerspiel um den Tribünen-Kopfbau. „Hierzu gibt es längst ausreichend qualifizierte Konzeptideen – die konkrete Planung und Umsetzung eines tragfähigen Konzeptes fehlen immer noch. Stattdessen wächst der Schimmel in dem ungenutzten Denkmal“, sagt Danner und schüttelt den Kopf: „Der Worte sind nun genug gewechselt – lasst uns endlich mutig und entschlossen handeln, den Kopfbau aus dem jahrelangen Dornröschenschlaf erwecken und in einen lebendigen kulturellen Ort verwandeln!“

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