Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert

Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert

Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert
Truderings Mitte rund um die Eisinsel

Truderings Mitte rund um die Eisinsel

Truderings Mitte rund um die Eisinsel

Und plötzlich war Franzi tot

Hund in Trudering an Giftköder gestorben

+
Hundebesitzer Thomas Z. an der Stelle nahe der Truderinger Batschkastraße, an der seine Schweizer Schäferhündin Franzi vermutlich den Giftköder gefunden hat.

Thomas Z. aus Trudering steht noch immer unter Schock. Vergangenen Dienstag ging er wie immer mit seiner Schweizer Schäferhündin Franzi spazieren und spielte mit ihr. Ein paar Minuten später war das Tier tot.

Giftköder sind eine Gefahr, gegen die sich kein Hundebesitzer wirklich schützen kann. „Ich habe Franzi beigebracht, keine Sachen aufzuheben oder anzulecken“, erzählt Thomas Z. Nur leider hat es die Hündin in einem unbeobachteten Moment doch getan.

Vergangenen Dienstag ist Z. zusammen mit ein paar anderen Hundebesitzern im sogenannten Batschkapark, also dem Grünstreifen zwischen Batschka- und Hochkönigstraße, spazieren gegangen.

Als die Gruppe sich auflöste, pfiff der Truderinger nach seiner Schäferhündin. „Franzi lief noch einmal ins Gebüsch“, berichtet der Hundebesitzer. „Plötzlich rannte sie auf mich zu, rutschte weg und brach zusammen.“ Ihr ganzer Körper habe sich verkrampft und gezittert, die Zunge hing blau verfärbt aus dem Maul. Der entsetzte Z. leitete sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen mit Herzmassagen und Mund-zu-Mund-Beatmung ein. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das machen könnte“, berichtet der Hundebesitzer. Leider kam für seinen geliebten Vierbeiner jede Hilfe zu spät. „Als wir beim Tierarzt ankamen, konnte der nur noch den Tod feststellen“, sagt der Truderinger. Eine Autopsie bestätigte mittlerweile, was Thomas Z. von Anfang an vermutete: dass sein Hund vergiftet wurde!

Was ihn aber fast ebenso traurig macht wie der Verlust seines Hundes ist die Tatsache, dass Franzis Mörder wohl nie belangt werden kann. Denn: Eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei würde mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts ergeben, sagt Sven Müller, Sprecher der Polizei München auf HALLO-Anfrage. Gegen die Täter könne die Polizei nur wenig machen. Es sei schließlich „nur“ Sachbeschädigung und Tierquälerei. Ein weiteres Problem: „Wir haben das Problem, dass sich die Geschichten solcher Giftköder oft nicht nachweisen lassen“, sagt Müller. „Um tatsächlich etwas unternehmen zu können, brauchen wir klare Hinweise.“ Denn in der Regel würden die Finder solcher Köder – wenn sie überhaupt gefunden werden – diese nicht zur Polizei bringen. Eher würden sich die Hundebesitzer in solchen Fällen an die Medien oder soziale Netzwerke wenden. „Deshalb gibt es im Moment auch keine konkreten Fälle, bei denen unseres Wissens Giftköder ausgelegt wurden“, so Müller weiter.

Bei einer Anzeige wäre wichtig zu tun, was Thomas Z. getan hat: eine Autopsie in Auftrag geben. „Ein Autopsiebericht würde als mögliches Beweismittel gelten“, sagt der Polizist. Auch auf eine Anzeige zu verzichten, selbst wenn der Täter höchstwahrscheinlich nicht gefasst wird, ist wenig klug. Denn sollte die Polizei einen Gifttäter überführen, braucht sie Anzeigen und – vor allem – Beweise. Und je mehr Beweise es gibt, umso höher fällt die Strafe aus: Bei Tierquälerei drohen bis zu drei Jahre und bei Sachbeschädigung zwei Jahre Gefängnis.

Thomas Z. will sich um derlei juristische Details derzeit nicht kümmern. Er trauert um seine Franzi. Und hofft, dass anderen Tieren ihr trauriges Schicksal erspart bleibt.

Wolfgang Rescher

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert
Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert

Kommentare