Haustierbesitzer feiern den „Liebe dein Haustier“-Tag

Zum Ehrentag ein Extra-Leckerli

+
Tierheim-Mitarbeiterin Lydia Schübel versorgt zwei Hunde in der Hunde-WG des Riemer Tierheims.

Am 20. Februar feiern Tierfreunde weltweit den „Liebe dein Haustier“-Tag. HALLO hat deshalb im Riemer Tierheim nachgefragt: Warum sind Hund, Katze und Co. für den Menschen so wichtig und was ist bei ihrer Haltung zu beachten?

Tierische Hausgenossen nehmen schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle im Leben der Menschen ein. Sie trösten, sie bringen uns zum Lachen, sie leisten Gesellschaft, können Stress reduzieren und ihrem Herrchen dabei helfen, schwierige Situationen durchzustehen.

Um sich bei den tierischen Mitbewohnern für ihre Treue zu bedanken, feiern Tierfreunde auf der ganzen Welt jedes Jahr am 20. Februar den „Liebe dein Haustier“-Tag. Ziel der Aktion ist, seinem Zeitgenossen – ob mit Fell, Flossen, Federn oder Schuppen – an diesem Tag viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Leider kommen jedoch längst nicht alle Haustiere in den Genuss eines liebenden Herrchens. Zwar stehen Hund, Katze und Kaninchen seit Jahren an der Spitze der beliebtesten Haustiere in Deutschland und werden zu tausenden gekauft oder verschenkt. Viele dieser Tiere fristen jedoch schnell ein trauriges Dasein in ihren Käfigen oder landen irgendwann im Tierheim. Beim Tierheim der Stadt München in Riem kennt man diese Problematik nur zu gut – gerade in den Sommerferien landen dort viele Vierbeiner, die ihren Herrchen lästig geworden sind. Lydia Schübel, Mitarbeiterin des Tierheims München, betont deshalb: „Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke! Die Anschaffung eines Haustiers muss gut durchdacht und geplant sein!“

Doch was ist bei der Mensch-Tier-Beziehung denn nun genau zu berücksichtigen? Für Schübel steht eines fest: „Man soll für seinen tierischen Gefährten da sein!“ Das heißt: viel Zeit mit ihm verbringen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Doch Lydia Schübel warnt: „Haustier ist nicht gleich Haustier! Man kann pauschal keine Aussage über die richtige Mensch-Tier-Beziehung treffen.“ Diese hänge von der jeweiligen Art und Rasse ab. Innerhalb der Nagetiere beispielsweise gebe es gravierende Unterschiede in der Haltung. Der Hamster ist Schübel zufolge ein strikter Einzelgänger und sollte deswegen isoliert gehalten werden. Für Kaninchen hingegen sei das gemeinschaftliche Leben unerlässlich, wobei sie sich nur in der Gegenwart ihrer Artgenossen wohlfühlten. Aus diesem Grund rät Schübel auch davon ab, Kaninchen mit Meerschweinchen zusammen zu halten.

Überhaupt seien Kaninchen keine Kuscheltiere, betont die Tierheim-Expertin. Als Spielkameraden für Kleinkinder findet sie Ratten sinnvoller: „Die sind erstens nicht so scheu und haben zweitens eine kürzere Lebensspanne als Kaninchen.“

Um seinem Haustier am „Liebe dein Haustier“-Tag daher tatsächlich eine Freude zu machen, muss das Herrchen die Interessen und Charaktereigenschaften seines Tiers kennen. Für lebhafte Hunde, erklärt Expertin Schübel, wäre es ein optimales Geschenk, wenn man mit ihnen eine Extra-Runde Gassi geht oder Stöckchen-Werfen spielt. Einem alten und trägen Hund hingegen machen zärtliche Streicheleinheiten und viel Ruhe wesentlich mehr Freude. Katzen können Schübel zufolge mit einer extra großen Portion Leckerlis oder einem Spielzeug verwöhnt werden.

Für die berufsmäßige Tierfreundin Schübel ist der „Liebe dein Haustier“-Tag daher an sich eine gute Sache. Allerdings würden sich Schübel und ihre Tierheim-Kollegin auch darüber hinaus etwas mehr Tierliebe wünschen: „Es geht nicht darum, ausgerechnet an diesem einen Tag etwas Gutes für sein Haustier zu tun, sondern immer.“ Schübel zitiert in diesem Zusammenhang einen Spruch, den sie sehr treffend findet: „Man soll jeden Tag eine Sache machen, die das Leben des Tiers lebenswerter macht.“ Verena Möckl

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare