Kopfbau wird wiederbelebt

Happy-End nach 15 Jahren Kommunal-Drama

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Messestadt – Der Münchner Stadtrat hat der Mindestsanierung des Tribünen-Kopfbaus Riem sowie der Sicherung und Einkürzung der Tribünen-Nordseite zugestimmt. Durch das Sanierungskonzept wird die ganzjährige Nutzung der ehemaligen Kassenhalle ab Herbst 2021 möglich. Für 1,21 Millionen Euro werden unter anderem Fernwärme, Heizung, Lüftung, Strom und Beleuchtung ertüchtigt und die Tribünen-Nordseite gesichert beziehungsweise eingekürzt.

Ab Herbst 2021 kann der Kopfbau als multifunktionales Gebäude für alle mit einem niederschwelligen Zugang und mit zusätzlichen Aktionsflächen im Freien genutzt werden. Während einer Experimentier- und Entwicklungsphase im Zeitraum bis 2024 wird im Zusammenspiel mit dem Sozialreferat und sozialen Trägern ein Nutzungsmix getestet. Denkbar sind Ausstellungen, Kunstaktionen, Workshops, Kurse, kulturelle Projekte – wie Theater, Tanz, Film oder Fotografie – oder Nachbarschaftsaktionen. Die Nachbarschaft und der Bezirksausschuss werden eingebunden. Vorab ist – unter Einhaltung der Corona-Richtlinien − eine temporäre Sommer-Nutzung durch bürgerschaftliches Engagement ebenso möglich wie für gewerbliche Events.

„Die Menschen in der Messestadt Riem wünschen sich im Kopfbau sehnlichst einen Begegnungsort, der bürgerschaftlich sowie kulturell genutzt werden kann. Die historischen Flughafengebäude haben einen einmaligen Charme und warten nur darauf, wiederbelebt zu werden“, sagte Kommunalreferentin Kristina Frank: „Mit dem Sanierungsbeschluss geben wir einen Ausblick auf die künftige Nutzung ab Herbst 2021. In der Experimentierphase lernen wir, welche Verwendung funktioniert und bei der Nachbarschaft gut ankommt. So kann jederzeit nachjustiert werden. Eine nachhaltige Aufwertung im Münchner Osten, die schon vorab mit einer temporären Sommer-Nutzung kombiniert werden kann.“

Die Reaktionen aus dem Bezirks­ausschuss waren über alle Parteiengrenzen hinweg positiv. Kein Wunder, seit Jahren hatte das Gremium geschlossen für die Sanierung gekämpft, ohne die eine Nutzung nicht möglich gewesen wäre. „Mit großer Befriedigung habe ich registriert, dass der Stadtrat dem weiteren Verfall des Tribünen-Kopfbaus endlich Einhalt gebieten will. Damit geht hoffentlich ein 15-jähriges Kommunal-Drama seinem guten Ende entgegen. Als Mitinitiator des entsprechenden BA-Antrages der CSU begrüße ich vor allem den längst überfälligen Anschluss an das Geothermienetz Riem. Endlich kann der Kopfbau ökologisch korrekt beheizt werden. Sicher werden Nutzungen nicht lange auf sich warten lassen“, sagte Georg Kronawitter (CSU).

Auch Eva Blomberg (SPD) freut sich über die Entscheidung: „Eine Zwischennutzung wird sogar schneller als geplant ermöglicht – auf Initiative der SPD-Fraktion im Bezirksausschuss hin sollen am Kopfbau bereits Aktionen im Rahmen vom ‚Sommer in der Stadt‘ stattfinden. Auch die Ideen der Initiative ‚kopfbaut‘ begrüßen wir ausdrücklich. Dem Kopfbau steht eine spannende und lebendige Zeit bevor – wir freuen uns darauf, seine neue Entwicklung mitzuerleben und im Rahmen des Bezirksausschusses auch mitzugestalten!“

mh

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